Ein Kran richtete den stattlichen Weihnachtsbaum vor der Gedächtniskirche auf.
Ein Kran richtete den stattlichen Weihnachtsbaum vor der Gedächtniskirche auf. Volkmar Otto

Nun hat er doch gepasst: Der Riesen-Tannenbaum für den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz wurde erfolgreich in den Britzer Tunnel der A100 ein- und wieder ausgefädelt. Am Mittwoch um 10.25 Uhr stand er, 22 Meter hoch, am Zielort, und ist sehr stattlich.

Der Transport war ursprünglich für die Nacht zum Dienstag geplant. Doch die Tanne und der Transporter zusammen passten nicht in den Tunnel, die Fuhre setzte sich in Bohnsdorf gar nicht erst in Bewegung.

Ein bisschen nachgedacht, und dann ging's mit der Tanne durch den Tunnel

Nach ein paar Stunden Gedankenarbeit war die Lösung da: Der Baum wurde auf dem Fahrzeug „tiefer gelegt“, indem die Transportböcke entfernt wurden. Es musste keine neue Route gesucht werden, und in der Nacht zu Mittwoch gab es  keine Probleme mit der Tunnelpassage. 

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Tanne auf Reisen von  Bohnsdorf auf den Breitscheidplatz.
Tanne auf Reisen von Bohnsdorf auf den Breitscheidplatz. dpa/Wolfgang Kumm

Jetzt kann die Tanne ihre Äste wieder ausstrecken, die in den nächsten beiden Wochen geschmückt werden.

Die Tanne war am Montag im Garten der Spender in Bohnsdorf gefällt. Sie hatte fast 30 Jahre im Garten einer Familie gestanden, bevor sie für den Weihnachtsmarkt (öffnet am 21. November) ausgewählt wurde.

Ein Baum, so füllig wie die Haarpracht des Bundeskanzlers ...

Große und kleine Pannen um die Weihnachtsbäume vom Breitscheidplatz sind beinahe Tradition. Zu lang, zu schwer, beim Transport zerbrochen, oder mickrig: Die Fichte des Jahres 2000 wurde als bayerische Rache (für was auch immer) an Berlin gesehen, wurde wenige hundert Meter weiter an die Elefanten im Zoo verfüttert. 2003 kam zwar ein Baum an, sah aus wie Olaf Scholz auf dem Kopf, und wurde gleich auf dem Breitscheidplatz zersägt.