Der Parlamentssaal im Abgeordnetenhaus - auch hier ist es nun kälter als sonst. 
Der Parlamentssaal im Abgeordnetenhaus - auch hier ist es nun kälter als sonst.  dpa/Annette Riedl

In öffentlichen Gebäuden und auch in vielen Büros ist es der Fall: Die Raumtemperatur wurde angesichts der hohen Energiepreise gesenkt. Und auch unsere Volksvertreter müssen sich nun warm anziehen. Denn auch im Abgeordnetenhaus in Mitte werden die Heizungen heruntergedreht.

Schließlich kann man nicht nur über Energiesparmaßnahmen in Krisenzeiten reden, man muss auch mit gutem Beispiel vorangehen. Und daher will das Berliner Landesparlament Energie sparen. „Dazu beitragen soll die Absenkung der Raumtemperatur im gesamten Gebäude auf 19 Grad“, sagte ein Sprecher des Abgeordnetenhauses (AGH) der Deutschen Presse-Agentur.

Das bedeutet, dass nicht nur die Regierende Franziska Giffey und ihre Senatoren es nun in kälteren Räumen aushalten müssen. Auch die  Abgeordneten und Mitarbeiter werden mit etwas kühleren Zimmern klarkommen - und sie haben noch mehr Einschränkungen.

Um Strom zu sparen, wurde bei vielen Lampen im Gebäude die Beleuchtungsstärke verringert. Die Außenfassade wird bei Dunkelheit nicht mehr wie gewohnt beleuchtet. „Es gibt nur noch eine Sicherheitsbeleuchtung.“

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Berliner Parlament: Auch Wassertemperatur wurde heruntergeregelt

Auch die Warmwassertemperatur an den Waschbecken in Teeküchen und Toiletten sei heruntergeregelt worden. Das Abgeordnetenhaus hält sich dem Sprecher zufolge an den Beschluss des Senats, unter anderem in der Verwaltung und in öffentlichen Gebäuden zehn Prozent des Energieverbrauchs zu reduzieren. Energiesparmaßnahmen wie im Landesparlament werden auch an vielen anderen Stellen inzwischen umgesetzt.

Das Berliner Abgeordnetenhaus in Mitte - zehn  Prozent des Energieverbrauchs soll gesenkt werden. 
Das Berliner Abgeordnetenhaus in Mitte - zehn  Prozent des Energieverbrauchs soll gesenkt werden.  Imago/Joko

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„Sowohl beim Stromverbrauch als auch bei der Nutzung von Fernwärme sind bereits Einsparungen zu beobachten“, sagte der AGH-Sprecher. Daten dazu liegen aber noch nicht vor – die entsprechende Abrechnung steht noch aus. „Das Abgeordnetenhaus ist auch dabei, den Anteil des eigenerzeugten Stroms am Gesamtverbrauch zu erhöhen.“ Dazu werde die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gebäudes erneuert und vergrößert . Das Gebäude war Ende des 19. Jahrhunderts für den Preußischen Landtag errichtet worden.

Nach dem Willen des rot-grün-roten Senats soll ein Bündel an Maßnahmen dazu beitragen, Strom und Gas zu sparen. Das Ziel ist, angesichts deutlich gestiegener Energiepreise und möglicher Energieknappheit den Verbrauch der öffentlichen Hand um mindestens zehn Prozent zu senken, wie Wirtschaftssenator Stephan Schwarz (parteilos) schon im Sommer ankündigte.