Die Welpen werden oft auf der Straße aus dem Auto heraus verkauft. Foto: zVg/Archiv

Viele wünschten sich im Corona-Lockdown ein Haustier – dass das vor allem den illegalen Welpenhändlern in die Karten spielt, ist nicht neu. Oft habe ich darüber geschrieben, wie skrupellose Tierquäler mit Baby-Hunden dealen, wie sie damit aktuell die Kohle ihres Lebens machen.

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Wie die armen, wehrlosen Tiere in Zucht-Fabriken produziert werden. Wie sie von ihren Müttern getrennt werden, viel zu früh, wie sie krank und unter wirklich unwürdigen Bedingungen quer durch Europa gekarrt werden.  Und: Wie sie immer wieder an den Folgen sterben.

Doch die Bilder, die mir der Berliner Tierschützer Stefan Klippstein zeigte, waren selbst für mich nur schwer zu ertragen. Zwei Welpen, viel zu früh von ihren Müttern getrennt, gehalten in der Badewanne einer völlig verdreckten Wohnung. Die Zuchtstationen im Osten scheinen weit weg. Doch DAS passiert mitten unter uns. In Mietshäusern, hinter verschlossenen Türen. Vielleicht auch in IHRER Nachbarwohnung?

Wen das nicht mitnimmt, der hat kein Herz.

Leicht könnte man sagen: Es ist oft genug darüber berichtet worden. All diese Dinge sind bekannt. So viele bezaubernde Hunde suchen im Tierheim ein Zuhause. Wer stattdessen auf Kleinanzeigenseiten im Netz nach einem Haustier sucht, wer einer Übergabe aus dem Kofferraum eines Autos zustimmt, wer beim Kauf nicht darauf achtet, woher ein Tier kommt, der unterstützt die kriminellen Machenschaften der Dealer.

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Aber: Es bringt nichts mehr, mit dem erhobenen Zeigefinger zu wedeln. Deshalb versuchen wir es mit einem kleinen Appell. Liebe Berliner: Bitte, bitte, bitte unterstützt nicht diese skrupellosen Tierquäler. Tut den Tieren die Qualen, die sie durch den illegalen Handel erleiden müssen, nicht an. Es kann doch nicht so verdammt schwer sein.