Barbara Slowik, Berliner Polizeipräsidentin, rechnet zu Silvester mit illegalen Demos.
Barbara Slowik, Berliner Polizeipräsidentin, rechnet zu Silvester mit illegalen Demos. imago/Zeitz

Sogenannte Spaziergänge könnten in der Neujahrsnacht die Berliner Polizei auf Trab halten. Diese illegalen Demos sind in Berlin bisher noch kein echtes Thema gewesen, Polizeipräsidentin Barbara Slowik rechnet aber jetzt damit.

Polizeipräsidentin Barbara Slowik rechnet mit einer herausfordernden Silvesternacht für die Berliner Polizistinnen und Polizisten. Neben den üblichen Aufgaben seien wegen der Corona-Pandemie die Kontrollen in den Verbotszonen zu bewältigen. Zudem erwartet Slowik mehrere unangemeldete Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen in der Stadt. „Auch darauf werden wir einen deutlichen Fokus legen“, sagte die Polizeipräsidentin dem RBB-Inforadio am Freitag.

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Man habe in den vergangenen Wochen Erfahrungen mit sogenannten Spaziergängen sammeln können. „Durch stete Präsenz und ganz konsequentes Vorgehen konnten wir das absolut im Rahmen halten und haben auch keine schweren gewalttätigen Ausschreitungen bisher sehen müssen. Ich befürchte das auch heute Abend nicht“, sagte Slowik. Rund 1600 zusätzliche Polizisten seien in der Silvesternacht in der Hauptstadt im Einsatz, insgesamt seien es rund 2500.

Am Alex und rund um den Hermannplatz könnte es kritisch werden

Laut Corona-Schutzmaßnahmen des Senats gilt an 53 Orten in Berlin ein Versammlungs- und Feuerwerksverbot, dazu gehören etwa der Potsdamer Platz, das Kottbusser Tor und der Breitscheidplatz. Zudem gibt es drei Pyroverbotszonen, in denen auch das Mitführen von Feuerwerk untersagt ist, wie Slowik erklärte. Dazu gehören der Alexanderplatz sowie die Gebiete um die Schöneberger Pallasstraße und die Haftanstalt Moabit.

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Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Jahre wüssten die Polizistinnen und Polizisten, wo es besonders kritisch werden könnte – etwa rund um den Hermannplatz. „Dort werden wir präsenter sein“, sagte die Polizeichefin. Je später der Abend werde, desto flexibler müssten die Einsatzkräfte auf Schwerpunkte reagieren.

Es wäre Berlin zu gönnen, dass es Silvester mal ruhig bleibt.