Teilnehmer beim Berliner Distinguished Gentleman's Ride 2021 Katja Pachael

Feiner Zwirn, Westen, Tweedanzüge und-kostüme: Wie in einem Historienfilm sind am Sonntag Hunderte Motorradfahrer zwischen 16 und 80 Jahren durch Berlin gezogen, auf sogenannten Café Racern, Bobbern, Scramblern und anderen Retro-Maschinen, einige auch auf liebevoll umgestalteten Serienmotorrädern. Mittags gegen 13 Uhr ist der eindrucksvolle Korso vom Berliner Gendarmenmarkt gestartet und hat eine 45 Kilometer lange Strecke durch die Stadt zurückgelegt.

Nicht nur in Berlin findet der Distinguished Gentleman's Ride statt, sondern in 650 Städten in 90 Ländern weltweit.  Mit insgesamt 130.000 Teilnehmern rechnen die Veranstalter. Obwohl die Teilnehmer, darunter auch einige stilvoll dekorierte Bikerinnen, sich mit viel Spaß präsentieren, steckt hinter dem Projekt ein guter Zweck.

Retro-Biker spenden Millionen gegen Depressionen, Suizide und Prostatakrebs

Katja Pachael
Mit Spaß an Retro-Design sind die Teilnehmer auf teils historischen Maschinen dabei.

„Alle Mitfahrenden und ihre Freunde sind aufgerufen, mit ihren Spenden Projekte zur Prostatakrebs-Forschung sowie Depressionshilfe und Suizidprävention nach Kräften zu unterstützen“, erklärt Stefan Gehrke im Namen der Veranstalter. Im Jahr 2019 seien so 5,2 Millionen Dollar für die Forschung und Prävention von Prostatakrebs gesammelt worden, so Gehrke weiter.

Die diesjährige Veranstaltung steht im Zeichen der Corona-Pandemie. Die traditionelle Kundgebung vor dem Start und die Party nach der Demonstration fiel deshalb aus. Alle Fahrer hatten sich vor der Teilnahme zur Einhaltung der geltenden Hygieneregeln verpflichtet. Ordner und Polizei achteten darauf, dass der vorgeschriebene Abstand eingehalten und wo vorgeschrieben, Mund-Nasen-Schutz getragen wurde.