Auf einem Zettel an einem Laternenpfahl in Prenzlauer Berg wird mit einem Finderlohn nach dem vermissten Hund Oskar gesucht. dpa

Mensch, Oskar. Du machst es aber wirklich spannend. Viele Menschen in Pankow und darüber hinaus fiebern mit dem Jack-Russell-Rüden, der seit September auf Berlins Straßen ein Streunerleben führt. Immer wieder sehen ihn Menschen und dann ist er auch schon wieder entwischt. Das Leben in Gärten und Nischen mit Hunger und anderen Gefahren macht misstrauisch. Doch Oskar hat sich bisher tapfer durchgeschlagen. Hat Futter gefunden, ist Autos ausgewichen, hat sich irgendwo zusammengekringelt und in kalten Nächten die Schnauze ins Fell vergraben. 

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Derweil hat seine Familie alle Hebel in Bewegung gesetzt, um ihren Hund wieder zu bekommen. Derweil ist sein Körbchen zu Hause leer. Immer wieder hält die Familie Brandts die Öffentlichkeit auf dem Laufenden, verteilen Flyer, gibt sie die Hoffnung nicht auf. 

Oskar, der in Pankow gestohlen und in Kreuzberg frei gelassen wurde, der es durch die halbe  Stadt wieder in Richtung Pankow geschafft hat, ist in den letzten Tagen immer wieder im Norden des Bezirks gesehen worden. Sein Besitzer Felix Brandts bittet daher alle Anwohner im nördlichen Teil von Pankow, die Augen offen zu halten. In Blankenfelde, Rosenthal, Schildow, Lübars, Blankenburg, Französisch Buchholz und Karow sollen in den kommenden Tagen mehr Flyer verteilt werden um die Menschen dort über die Suche zu  zu informieren.

Brandts
Oskar – seit drei Monaten allein unterwegs

„Wir hoffen immer noch auf ein Weihnachtswunder. In den letzten Tagen waren wir gefühlt wieder so nah dran. Die Änderung unserer Strategie wieder aktiver zu werden hat vermehrt zu Sichtungen in den letzten 14 Tagen geführt. Leider haben wir immer noch kein Foto von den Sichtungen erhalten, jedoch waren sich die Zeuginnen und Zeugen immer sicher das es Oskar war“, schreibt Felix Brandts auf Facebook. 

Suche mit Flyern und Futterstellen - Unterstützer gesucht

Die meisten Gebiete in denen Oskar gesehen wurde, seien sehr ruhig und böten optimale Möglichkeit sich zu bewegen und ungestört zu streunern, so Brandts weiter. 

An folgenden Abholorten können Unterstützer Flyer abholen um sie in den betroffenen Gebieten zu verteilen: Restaurant Mirabelle, Schulzestraße 21, 13187 Berlin Reisebüro T.R.A, Germanenstraße 14, 13156 Berlin Café Feldheim, Triftweg 1, 16567 Mühlenbecker Land Hotel „My Schildow“, Mühlenbecker Straße 2, 16552 Mühlenbecker Land.

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Und auch für die Pflege von  eigens eingerichteten Futterstellen sucht die Familie Unterstützung. „Futterstellen müssen regelmäßig früh morgens und abends mit frischem Futter befüllt werden. Ziel ist es, dass Oskar zu einer der aufgestellten Futterstellen immer und immer wieder zurückkehrt und wir dort dann einen professionell organisierten Einfangversuch unternehmen können. Sollte jemand in den oben genannten Regionen wohnen und sich bereit erklären die regelmäßige Organisation einer Futterstelle zu übernehmen wären wir dankbar!“, so die Nachricht der Familie weiter.