Am Dienstag soll laut Wettervorhersagen ein Sturm über Deutschland fegen. Fotos: Imago/Christian Ohde, dpa/Britta Pedersen, wetter.net

Bibber-Winter, Mega-Schneefall, Turbo-Frühling, Monster-Orkan – das Wetter-Jahr 2021 ist wirklich ein ganz besonderes. Was kommt als nächstes? Offensichtlich der April-Mai. Denn: Der Wonnemonat beginnt schon so durchwachsen, dass die Prognosen das Klima-Chaos überhaupt nicht erfassen können. Am Montag soll es frostig werden, am Dienstag rast ein schwerer Sturm auf Deutschland zu, über den Muttertag kratzen wir dann an der 30-Grad-Marke.

Der Mai beginnt laut Wetter-Experten zu kalt – und ziemlich stürmisch

Die erste Maiwoche beginne überhaupt nicht frühlingshaft, erklärt Wetter-Experte Dominik Jung von wetter.net in seiner neuesten Prognose. „Die Temperaturen sind viel zu kalt, immer wieder gibt es Regen, am Dienstag dann einen schweren Sturm über Deutschland, da drohen uns Behinderungen im Straßen- und Bahnverkehr“, sagt er. „Aber etwas Hoffnung gibt es auch für Wärmeliebhaber: Rund um den Muttertag gibt es die Möglichkeit, dass die 30-Grad-Marke zum ersten Mal geknackt wird.“

Am Sonntag bringt Tiefdruckgebiet Daniel erstmal im Westen viele Wolken und Dauerregen, ab Mittag breitet sich der Regen im ganzen Land auf, dann sollen sich auch im Himmel über Berlin die Schleusen öffnen. Richtung Schwarzwald und am Alpenrand können sogar noch einmal Schneeflocken fallen. Die Temperaturen laufen auf Sparflamme: Im Südosten gibt es maximal acht Grad, auch im Rest des Landes kommen eher keine Frühlingsgefühle auf.

Der neue Wetterbericht von Dominik Jung lässt aufhorchen.

Video: Youtube

Am Montagmorgen geht es laut Jung dann frostig los, „es wird also wieder ein sehr kalter Start in die neue Woche – da muss man wahrscheinlich wieder hier und da die Autoschreiben freikratzen, also bitte etwas mehr Zeit einplanen“. Ansonsten stehen viele Wolken und ab und zu ein Regenschauer auf dem Programm. Doch dann kündigt sich aus Nordwestlicher Richtung ein Sturmtief an. „Und das hat es in sich“, sagt Jung. „Im Nordwesten drohen Böen von 90 bis 100 Kilometer pro Stunde, also schwere Sturmböen, aber auch im Rest des Landes kommen wir auf 70 bis 80 Kilometer pro Stunde.

Der Wetter-Experte warnt: „Wir dürfen nicht vergessen: Die Bäume sind schon stark belaubt und wenn da die Sturmböen reinfegen, droht hier und da die Gefahr, dass ein Ast abbrechen kann oder ein Baum umfällt. Dann ist auch mit Behinderungen im Bahn- und Straßenverkehr zu rechnen. Also: Es wird ein sehr ruppiger Dienstag.“

Ist der Sturm weg, geht es zunächst unterkühlt weiter – doch der nächste Wetter-Paukenschlag steht schon in den Startlöchern. Um den Muttertag herum könne ein Tief über den britischen Inseln eine echte Hitze-Wärme-Blase zu uns bringen, diese liege dann genau über Deutschland. „Dann wäre es deutlich zu warm für die Jahreszeit. Es gäbe 23 bis 24 Grad im Osten, im Westen kratzen wir verdammt nah an der 30-Grad-Marke. Aber das ist nur eine Modellberechnung von vielen“, sagt Jung.