Eine Szene mit Max Schreck aus „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ (1922) von Friedrich Wilhelm Murnau. imago

Der Gedanke an „Nosferatu“, die Mutter aller Horror-Filme, führt zur naheliegenden Frage: Was machen eigentlich die Blutsauger unter uns – jetzt, in der Pandemiezeit? Weiß irgendeiner, ob die sich anstecken können, wenn sie sich den roten Saft gleich literweise in den  Schlund spülen? Immerhin könnte Blut vielleicht doch ein möglicher Überträger der Virusinfektion sein, obwohl es laut Robert-Koch-Institut bisher keine Hinweise darauf gibt – zumindest, was die bekannten Virusstämme angeht.

Ziemlich sicher ist wohl nur: „Nosferatu“ ist wieder da, ohne Impfung und Mund-Nasen-Schutz. Dieses Mal treibt er in Berlins historischer Mitte sein Unwesen. Und obwohl der legendäre Streifen von Stummfilmregisseur Friedrich Wilhelm Murnau insbesondere bei Kindern immer noch Kreischalarm auslöst – 99 Jahre nach seiner Premiere – gilt das Ereignis, das am 27. August unter freiem Berliner Himmel stattfinden soll, durchaus als familientauglich.

„Nosferatu“, dieser gruselige Schwarz-Weiß-Film, der in Schweden auf dem Index landete, während der Vatikan ihn als Kulturgut von schätzbarem Wert einstufte, dieser 94 Minuten lange Klassiker des Kinos, frei nach Bram Stokers Roman „Dracula“, ist einer von drei Werken, die im Rahmen der UFA-Filmnächte in Berlin gezeigt werden. Live und vor Publikum. Auf der Museumsinsel.

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Eine weitere Szene mit Max Schreck als Nosferatu.

Voriges Jahr gab es die Filmnächte wegen Covid-19 nur digital. Jetzt aber soll das Ereignis wieder draußen stattfinden. Wer „Nosferatu“ mag, der sollte sich tags drauf ruhig mal ins Autos setzen und nach Wismar sausen. Dort drehte Murnau viele Szenen des Films, und die meisten Gebäude sind immer noch gut erhalten.

Rein ins Open-Air-Kino kommt nur, wer geimpft, genesen oder negativ getestet ist

„Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ bildet den Abschluss der Filmnächte, den Auftakt macht am 25. August Ernst Lubitschs „Carmen“ von 1918. „Carmen“ war Lubitschs erste Großproduktion und ist eine freie Bearbeitung der gleichnamigen Oper von Georges Bizet. Am 26. August flimmert dann „Die Leuchte Asiens“ über die Leinwand, ein orientalisches Märchen von Franz Osten aus dem Jahr 1925.

Tickets kosten 20 Euro und sind im Internet erhältlich unter www.ufa-filmnaechte.de/tickets. Wichtig: Rein ins Open-Air-Kino kommt nur, wer geimpft, genesen oder negativ getestet ist. Auf dem gesamten Gelände herrscht Maskenpflicht, außer am eigenen Platz.

Die UFA-Filmnächte vom 25. bis zum 27. August 2021 mit großem Kino und Live-Musikbegleitung werden von Bertelsmann und der UFA präsentiert – bereits zum elften Mal.