Der Orden „Held der DDR“ wurde 1975 als höchste staatliche Auszeichnung eingeführt. Berliner Kurier/Sabine Gudath

Die umstrittene Erich-Honecker-Auktion ist trotz eines gerichtlichen Verbots über die Bühne gegangen. Versteigert wurden fast 100 Orden, Staatsgeschenke und Bücher des SED-Chefs. Der Orden „Held der DDR“ brachte 44.000 Euro, der „Orden der Nationalflagge“ aus Nordkorea 21.000 Euro. Eine Fahne aus Honeckers Staatsratsbüro kam für 32.000 Euro unter den Hammer. Ein Säbel, der ein Staatsgeschenk von Saddam Hussein war, erzielte 10.000 Euro. Nach KURIER-Infos brachte die Versteigerung über 450.000 Euro ein – plus Provisionen für den Auktionator.

Der Bund hatte versucht, die Auktion im baden-württembergischen Kirchheim per einstweiliger Verfügung zu stoppen. Er wollte zunächst staatliche Besitzansprüche auf den Honecker-Schatz prüfen. Das Auktionshaus versteigerte die Orden trotz des Verbots im Auftrag eines Sammlers. Es machte aber den Vorbehalt, dass die Stücke nur an die Höchstbietenden übergeben werden, wenn die Ansprüche des Bundes auszuräumen sind.