Ein Lehrer beim Homeschooling vom Laptop aus. (Symbolbild) Foto: dpa/Felix Kästle

An die zentrale Plattform für den Online-Unterricht der Hauptstadt, den Lernraum Berlin, sollen IT-Spezialisten noch einmal Hand anlegen, um künftig Überlastungen zu vermeiden. Zur mittel- und langfristigen Sicherstellung des Betriebs werde die Architektur der Lernplattform grundlegend überarbeitet, teilte die Senatsverwaltung für Bildung auf eine schriftliche Anfrage des FDP-Abgeordneten Paul Fresdorf an das Abgeordnetenhaus mit. „Derzeit wird ein Konzept erstellt, den Lernraum Berlin in eine Instanz pro Schule zu splitten und diese zentral zu verwalten“, heißt es in der Antwort.

In den vergangenen Wochen hatte es zum Teil erhebliche Probleme etwa beim Anmelden von der Lernplattform gegeben. Nach Angaben der Bildungsverwaltung kam es am 16. Dezember bei Anmeldezahlen von bis zu 51.000 Nutzern zu Verzögerungen. Viele Eltern beschwerten sich unter anderem auf Twitter, der Zugang zum Lernraum sei über Stunden nicht möglich gewesen.

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Außerdem gab es am 4. Januar, unmittelbar nach dem Ende der Weihnachtsferien, Probleme durch die starke Nutzung und Fehler in der Software, wie die Bildungsverwaltung einräumt. Seit dem 5. Januar laufe der Lernraum aber stabil, im Schnitt arbeiteten 64.000 Nutzer pro Tag damit, heißt es in der Antwort auf die Anfrage aus der FDP-Fraktion.

„Der Berliner Senat gibt zu, dass die Architektur des Lernraums grundlegend überarbeitet werden muss. Das zeigt, dass die vom Senat in Auftrag gegebene Programmierung des Lernraum Berlins dem Ansturm von Schülerinnen und Schülern sowie Lernpersonal von Anfang an nicht standhalten konnte“, kritisierte Fresdorf am Dienstag. „Das ist ein Armutszeugnis für Bildungssenatorin Sandra Scheeres, da sie mit hohen Zugriffszahlen auf die digitale Lernplattform rechnen musste.“