Die Waldbrandgefahr in Brandenburg ist mal wieder richtig hoch. Imago/Steinach

Das 9-Euro-Ticket ermöglicht es uns: Nun kommen wir viel günstiger raus aus Berlin und rein ins grüne Umland! Fahren wir beispielsweise ein bisschen nach Westen, dann liegt noch hinter Spandau das Havelland mit seinen Wälder, Weiden und Urstromtalungen. Doch wer dort aktuell hinfährt, muss allerhöchste Vorsicht walten lassen. Denn dort gilt laut dem Brandenburger Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz aktuell die höchste von insgesamt fünf Waldbrandstufen!

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Brandenburg: Hohe Waldbrandstufen in den Regionen

Auch in den anderen Regionen sieht es kaum besser aus. So gilt lediglich in der Uckermark Warnstufe drei, in allen anderen die zweithöchste Warnstufe 4. Waldbrandstufe fünf, wie sie seit neuestem im Havelland gilt, bedeutet, dass Wälder gesperrt werden und Besuchern sogar der Waldspaziergang verboten werden kann, da schon ein winziger Funke eine Katastrophe auslösen kann. Auch das Grillen in der Nähe des Waldes kann bei dieser Warnstufe selbst für Waldbesitzer verboten werden.

An diese Verbote sollte man sich übrigens besser halten, denn es können hohe Geldbußen drohen. In Brandenburg droht, wenn man in Waldnähe ein Feuer entzündet oder raucht, gar eine Strafe von bis zu 20.000 Euro. Ausgenommen davon sind nur Waldbesitzer und Menschen, die im Wald arbeiten. Gelten die Waldbrandstufen 4 und 5 gelten diese Ausnahmen nicht.

Bereits 150 Feuer in Brandenburger Wäldern

In diesem Jahr hat es in den Brandenburger Wäldern bereits öfters gebrannt. 150 Feuer hat es in dieser Brandsaison gegeben, erklärte Brandenburgs Waldbrandschutzbeauftragter Raimund Engel und wies noch einmal darauf hin: Wer Ausflüge ins Grüne mache, solle das Rauchverbot im Wald einhalten. Außerdem solle man darauf achten, sein Fahrzeug nur auf ausgewiesenen Parkflächen abzustellen, da man ansonsten beispielsweise vor Waldeinfahrten einen Strafzettel riskiere.

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Wie lange die hohen Waldbrandstufen in Brandenburg noch so hoch bleiben, ist übrigens unklar. Das hänge von den Regenmengen der nächsten Tage ab, sagt Engel. Wie diese aber ausfallen, sei schwer zu prognostizieren.

In den vergangenen Jahren war Dürre in Brandenburg immer wieder ein Problem. Laut Experten sind längere Dürreperioden eine Folge der menschengemachten Klimakrise.