Kartoffelpflanzen stehen auf einem aufgebrochenen Kartoffeldamm: Trockenheit und Starkregen verursachen vielerorts Schäden. dpa/Sebastian Gollnow

Die Zeichen stehen auf Hochsommer in Berlin und Brandenburg! „Xenia“ heißt das Hochdruckgebiet, das uns derzeit angenehme Temperaturen bis zu 28 Grad am Tag beschert. Dennoch mogeln sich Ausläufer von namenlosen Tiefs im Süden und Südwesten immer wieder in unser Wettergeschehen. Am Mittwoch, so der Deutsche Wetterdienst (DWD) trifft es den Elbe-Elsterkreis, am Donnerstag den Süden Brandenburgs. Vielerorts bleibt es bei etwas Quellwolken, örtlich können einige Schauer oder auch Gewitter niedergehen. Davon werden die meisten Menschen aber nichts mitbekommen, die Sonne scheint aus vollen Rohren.

Am Donnerstag könnte es auch das südliche Umland von Berlin treffen: Einzelne Schauer, lokal eng begrenzt sogar Starkregen, kleinkörniger Hagel und stürmische Böen. Für Natur und Landwirtschaft sind das besorgniserregende Nachrichten: In unserer Region war der Juni bislang knochentrocken, Starkregen bringt keine Erleichterung, sondern verursacht weitere Schäden an Ackerböden und an empfindlichen Pflanzen.

Die Tiefstwerte bleiben angenehm bei minimal 11 Grad, sodass die Hitze bei geöffneten Fenstern am Morgen entweichen kann.

Dichte Quellwolken zum Wochenende, dann kommt die Sahara-Hitze

Zum Wochenende hin verdichtet sich die Bewölkung. Dichte Quellwolken zeigen sich ab Freitagnachmittag, aber es bleibt bei bis zu 28 Grad weitgehend trocken. Eine Wolkendecke hindert die erwärmte Luft nachts, abzukühlen, sodass es im Berliner Raum wohl noch bis zu 16 Grad mild bleiben dürfte, im Umland sinken die Tiefstwerte aber auch nicht unter die 11-Grad-Marke.

Dichte Wolkenfelder ziehen am Sonnabend durch, aber es bleibt überwiegend trocken, und die Sonne kann sich auch örtlich durchsetzen. Es wird nicht mehr ganz so warm bei Höchstwerten zwischen 22 und 26 Grad. Am Abend lockern die Wolken schon wieder auf, und Sonntag bleibt bei ähnlichen Werten heiter und trocken.

Kräftig aufwärts geht es mit den Höchstwerten am Montag: Die 30-Grad-Marke rückt in Sichtweite. Wie tragfähig die anrollende Hitzewelle sein wird, ist noch unklar: Es könnte sich um eine Eintagsfliege halten, die Sahara-Hitze könnte aber auch kommen, um zu bleiben. Wir bleiben dran!