Sogar Urlaub an der Ostsee ist jetzt wieder drin, allerdings werden sich bei aktuellen Wassertemperaturen um die 11 Grad nur die Mutigsten ins kühle Nass stürzen. imago/Andreas Friedrichs

Der Name des Tages lautet Waltraud: So nämlich heißt das Hoch, das uns von Samstag an kräftig einheizen wird. Eine kleine Durststrecke müssen wir in Berlin und Brandenburg noch überwinden, denn noch strömt vom Nordwesten her kühle Meeresluft heran. Der Donnerstag bleibt stark bewölkt, der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt vor allem für den Süden Brandenburgs Schauer vorher. Ab Mittag kann es örtlich wieder kräftig gewittern: Windböen bis zu 60 km/h, möglicherweise auch Stürmböen bis zu 70 km/h sind möglich. Die Temperaturen bleiben mit 14 bis 17 Grad verhalten. Erst zum Abend klart es auf, und in der Nacht sind nur noch einstellige Werte drin. Auch am Freitag hat uns das Tief noch fest im Griff: Es gibt einen ungemütlichen Aufguss des heutigen Schmuddelwetters, und dann plumpsen sie Tiefstwerte auch noch auf sehr frische fünf bis acht Grad.

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Die Wende bringt der Sonnabend: Auch der startet zunächst wolkig, Berlin und der Süden Brandenburgs könnten sogar noch einzelne Schauer abbekommen. Doch ab Mittag setzt sich die Sonne immer mehr durch. Bis zu 18 Grad erwarten die Meteorologen. Das wären schon einmal akzeptable Voraussetzungen für Ausflüge ins Grüne oder einen Restaurantbesuch. Allerdings wird es am Abend auch rasch wieder frisch. Im Verlaufe der Nacht können die Werte im Umland auf bis zu fünf Grad fallen.

Am Sonntag fällt die 20-Grad-Marke in Berlin und Brandenburg. Ist da noch mehr drin?

Der Sonntag macht seinem Namen dann alle Ehre: Die Sonne scheint satt, und endlich fällt wieder die 20-Grad-Marke in unserer Region! Es sind die letzten Mai-Tage, und der bislang viel zu kühle Monat bekommt doch noch so gerade eben die Kurve. Wetterexperte Dominik Jung (wetter.net) ist begeistert: „Es ist ja kaum zu fassen, aber der Mai bekommt auf seine letzten Tagen noch ein Hoch." Hoch Waltraud sorgt dafür, die die bislang miese Sonnenscheinbilanz des Monats nochmal ordentlich aufzupolieren. „Bisher ist der Mai 2021 zu kalt, zu nass und zu trüb. Doch nun wird alles anders“, verspricht Diplom-Meteorologe Jung. Montag endet der Mai  mit Höchstwerten oberhalb der 20-Grad-Marke.

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Das ist schönes Frühlingswetter, aber noch keine Hitze. Ist denn da vielleicht noch mehr drin? Die aktuellen Aussichten machen Hoffnungen darauf, dass es im Laufe der kommenden Wochen noch deutlich wärmer werden dürfte. „Saharaluft schwappt nach Europa über. In Südspanien werden in den nächsten Tagen bis zu 40 Grad erreicht“, erklärt Dominik Jung die Großwetterlage.

Wie stark wird uns Hoch Waltraud einheizen?

Ganz so brütend heiß wird es bei uns nicht, und zudem ist es nicht auszuschließen, dass einzelne Schauer und Gewitter zur Wochenmitte nachmittags fallen. Nichtsdestotrotz machen die Wettermodelle nun begründete Hoffnung auf Sommerwetter auch in der zweiten Wochenhälfte mit Werte oberhalb der 25 Grad. Das kanadische Wettermodell GEM berechnet für Berlin sogar Spitzenwerte oberhalb der 30-Grad-Marke! Wetterexperte Jung ist da skeptisch und erwartet derartig heiße Werte zunächst eher im Westen Deutschlands. Wie auch immer: Das Sommerwetter hält sich deutlich länger, als es zunächst den Anschein hatte.

Aber ist das nun der Durchbruch, oder müssen wir uns im Juni erneut auf Temperatureinbrüche einstellen? In diesem Jahr ist Vieles anders als in den viel zu warmen Vorjahren. Langfristvorhersagen sehen keine Hitzeschübe im Juni voraus, aber das Hitzehoch Waltraut könnte die Karten neu mischen: „Es hängt alles davon ab, wie stark Waltraud ist.“