Prinzenbad, hier liegen sie wie die Ölsardinen. Foto: Privat 

Puh, was für eine Schwitze-Hitze! Zum Ferienende dreht der Sommer noch mal richtig auf. Die Hauptstädter sehnen sich bei Rekordtemperaturen von bis zu 38 Grad nach einer Abkühlung. Doch wo bleibt der Mindestabstand? Im Sommerbad in Kreuzberg waren die Corona-Warnungen beim Sonnenbaden bei etlichen Badegästen schnell vergessen. Dort lagen sie am Sahara-Wochenende wieder wie die Ölsardinen auf der Liegewiese.

Sicherheitspersonal und Schwimmmeister mussten pünktlich zum heißesten Wochenende des Jahres Nerven beweisen und wiesen ihre Gäste immer wieder auf die Abstandsregeln hin. Sie drohten sogar über Lautsprecherdurchsagen,  Bereiche zu schließen. Denn viele Sonnenhungrige schien Corona herzlich wenig zu interessieren. Sie lagen eng beieinander auf ihren Handtüchern oder rutschten dicht an dicht hintereinander ins kühle Nass. Übrigens: Fast alle Bäder der Berliner Bäderbetriebe, die momentan vorab online reserviert werden müssen, sind an diesem Wochenende komplett ausgebucht. Das Kinderbad Marzahn (Platsch) hatte bis Redaktionsschluss allerdings noch Tickets zu vergeben.

Die Rekord-Hitze soll laut Deutschem Wetterdienst voraussichtlich bis mindestens Ende der Woche anhalten. „Samstag wurde in Berlin und Brandenburg der Gipfel bei Temperaturen bis zu 38 Grad erreicht“, sagt Meteorologe Stefan Hahn vom Deutschen Wetterdienst in Potsdam dem KURIER. In den kommenden Tagen sollen die Temperaturen täglich bis zu zwei Grad abfallen, „aber das werden wir wohl kaum fühlen, weil es schwül werden wird“, so der Experte. Schon Sonntag sei mit ersten Wärmegewittern zu rechnen. Bis Ende der neuen Woche werde es aller Wahrscheinlichkeit nach bis zu 33 Grad warm bleiben. Die Schwitze-Hitze wird uns wohl noch ein Weilchen herausfordern.