Wer traut sich: Hinein in den erfrischenden, 18 Grad kühlen Müggelsee. Imago/Hoff

So langsam kann man auch als Nicht-Eisbader darüber nachdenken, (zumindest) seine Füße in die Berliner Badegewässer zu setzen. Die Temperaturen erreichen Werte, die einen nicht sofort in Schnappatmung versetzen. Wie es um die Sauberkeit und die Wasserqualität der Berliner Badestellen steht, lesen Sie hier.

Ab Mittwoch wird es in Berlin wieder sommerlich warm. 27 Grad sind für den Mittwoch versprochen, sogar bis zu 30 Grad für den Donnerstag. Temperaturen, die einen zum Anbaden verlocken. Am wärmsten ist das Wasser in Berlin zurzeit in einer Havelbucht – in der Scharfen Lanke bei Pichelsdorf. 19,2 Grad wurden hier heute morgen um 9 Uhr gemessen. Der Müggelsee bringt es auf 18 Grad, die Havel bei Spandau auf 17,5 Grad und der Tegeler See auf 17,1 Grad. Besonders hoch ist der Bibber-Faktor momentan noch am Wannsee – mit gerade mal 16,2 Grad.

Gute Wasserqualität an allen Berliner Badestellen

Berlin ist eine Wasserstadt. Mit 50 Seen, drei Flüssen (Spree, Dahme und Havel) sowie acht Kanälen. Und an 39 offiziellen Badestellen wird die Wasserqualität während der Badesaison bis zum 15. September durch das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) kontrolliert. Und die Behörde vermeldet jetzt unbeschwerte Badefreuden: „Erfreulicherweise lassen die ersten Analysen in diesem Jahr auf eine hervorragende Wasserqualität zum Beginn der Badesaison schließen. Das Badevergnügen in Berlin kann also beginnen und zurzeit unbeschwert genossen werden.“

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Die Qualität des Berliner Wassers wird alle zwei Wochen geprüft, häufiger als von der EU gefordert, damit auch kurzfristige Änderungen erfasst werden. Neben der mikrobiologischen Beurteilung werden auch das Auftreten von Blaualgen und deren Toxine beobachtet. Die Ergebnisse finden Sie dann auf der Website: badestellen.berlin.de

Angezeigt werden hier Sichttiefe des Wassers, Wassertemperatur und etwaige Belastungen. Allerdings: Die Webseite wird anscheinend nur schleppend aktualisiert. Während etwa für Müggelsee und Dahme Werte vom 4. Mai vorliegen, werden für den Wannsee Daten vom 26. April angezeigt, für Strandbad Jungfernheide und Weißensee sogar noch vom 8. September 2021.

In Brandenburg sind zwei Badestellen gesperrt

Trotz sauberen Wassers: Baden darf man in Berlin nicht überall. In der Spree, in den Kanälen, in der Havel von der Insel Eiswerder bis zum Pichelsdorfer Gmünd, einschließlich der seenartigen Erweiterungen bis Höhe Schildhorn, in den Häfen, an Brücken, in Schleusen, an Schiffsanlegestellen sowie an Fähren ist das Baden aus Sicherheitsgründen immer verboten.

Ähnlich gut sieht es in Brandenburg aus, hier werden die Seen und Flüsse mindestens einmal pro Monat durch die Gesundheitsämter überwacht. Für 2022 wurden 254 Badegewässer ausgewiesen, nur das Freibad am Miersdorfer See in Zeuthen (Dahme-Spreewald) und die SpreeLagune in Lübben (Dahme-Spreewald) sind wegen „mangelhafter Qualitätseinstufung“ gesperrt.

Im Vergleich zum Vorjahr gibt es in Brandenburg insgesamt ein Badegewässer weniger, wie das Ministerium vermeldet. Vier Badestellen wurden abgemeldet: drei am Helenesee (Frankfurt/Oder) sowie das Strandbad am Straussee (Märkisch-Oderland). Im Helenesee ist nach massiven Rutschungen immer noch das Baden verboten. Drei Badestellen wurden dafür neu angemeldet: Wolzensee (Havelland), Havel bei Göttlin und Grütz (beide Havelland).

Die Wassertemperaturen sind ähnlich wie in Berlin. Am wärmsten ist die Oder bei Kienitz (18,8 Grad), der Stechlinsee vermeldet kühle 16 Grad, der Arendsee 16,3 Grad.

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Das Baden und Schwimmen in freien Gewässern ist im Land Brandenburg grundsätzlich erlaubt, es sei denn, es wird von der zuständigen Behörde an dieser Stelle ein Badeverbot oder ein Abraten vom Baden aufgrund der Wasserqualität ausgesprochen.