2015: Flüchtlinge stehen am Berliner  LaGeSo Schlange. Foto: dpa

Im Konflikt zwischen der Türkei und Syrien zeichnet sich erneut eine Flüchtlingskrise ab. Und Berlin bereitet sich darauf vor, wieder Menschen aufzunehmen. „Wir haben aus den Erfahrungen der Flüchtlingskrise in den Jahren 2015/2016 gelernt und sind gut vorbereitet, falls Flüchtlinge nach Berlin kommen“, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller dem Berliner KURIER. „Wir werden auch weiterhin Menschen in Not helfen.“

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Müllers Koalitionspartner, die Grünen, hatten bereits am Sonnabend gefordert, dass sich Berlin auf einen möglichen neuen Zuzug von Flüchtlingen vorbereiten müsse. In den Jahren 2015 und 2016 sei Berlin auf die hohen Zahlen Ankommender nicht eingestellt gewesen. Die Folgen spüre man zum Teil bis heute, hieß es aus Kreisen der Grünen. Es gelte nun rasch zu prüfen, ob „Berlin kurzfristig vielen Menschen helfen“ könne. Die Grünen wollen das Thema am Dienstag im Senat ansprechen und einen Bericht von der zuständigen Senatsverwaltung anfordern.

Berlin sei in der Lage, kurzfristig steigende Zugangszahlen durch Nutzung freier Plätze und von vorhandenen Reservestandorten zu bewältigen“, sagte Karin Rietz von der Senatssozialverwaltung am Sonntag. „Aktuell sind rund 2000 Plätze in Einrichtungen des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten frei und sofort belegbar. Darüber hinaus gibt es leerstehende Unterkünfte, über deren Nutzung als Reserve kurzfristig entschieden wird.“