Zahlreiche Passagiere stehen in einer Schlange bei der Sicherheitskontrolle.
Zahlreiche Passagiere stehen in einer Schlange bei der Sicherheitskontrolle. Joerg Carstensen/dpa

Am heutigen Freitag werden am Hauptstadtflughafen BER 80 000 Passagiere erwartet.  Der zweite Tag der Sommerferien könnte der erste Stresstest in der Saison werden. Doch am Morgen ist es am BER zwar voll, doch vergleichsweise ruhig.

Die Anzeigen, wie lange es an den Sicherheitskontrollen dauert stehen kurz nach 8 Uhr  im Terminal 1 auf rot, im Terminal 2  immerhin auf gelb. Für die Sicherheitskontrolle brauchten Gäste ab 7:45 Uhr circa 40 Minuten bis eine Stunde. Zu den meisten Zeiten lag die Wartezeit aber bei 15 bis 25 Minuten, so  Flughafensprecherin Sabine Deckwerth. Beide Terminals seien voll. Vor allem viele Familien seien in den Urlaub gestartet, etwa nach Palma de Mallorca, Kos, Lissabon oder Porto.

Sechs Flüge am Freitag abgesagt

Kurzfristig waren sechs Flüge für Freitag abgesagt worden, darunter zwei in den Morgenstunden. Dabei ging es allerdings um innerdeutsche Verbindungen etwa nach Frankfurt, München und Stuttgart. Für den gesamten Tag seien rund 500 Starts geplant, sagte die Sprecherin. „Es ist ein normaler Ferientag.“

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Für den Freitag wird insgesamt der größte Passagierandrang der Sommerferien erwartet. Die Betreiber rechneten erstmals mit 80 000 Fluggästen. Am Freitag sind beim BER 500 Starts und Landungen angemeldet. So viele waren es noch nie seit Eröffnung des Flughafens im Oktober 2020. Am Samstag rechnet man am BER  wieder mit etwas weniger Andrang. Er erwartet 70.000 Gäste, in den gesamten Sommerferien sogar insgesamt drei Millionen. Das ist eine Million mehr als im Vorjahr. Schon zum Ferienstart am Donnerstag seien es rund 75 000 Passagiere gewesen, sagte die Sprecherin. Der Morgen am Freitag sei nicht spürbar anders gewesen als der am Tag zuvor.

Ein User twitterte am Freitagmorgen ein Bild vom leeren Wartebereich am BER.

BER Service-Team soll im Wartechaos helfen

„Punktuell kann es zu Warteschlangen kommen“, räumte die Sprecherin ein. „Unser BER-Team ist unterwegs und hilft und spricht die Leute an, etwa an den Selfservice-Automaten beim Einchecken und unterstützt sie dann.“

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Bis zum Ferienende am 21. August werden bis zu drei Millionen Menschen in Flugzeugen am BER abgehoben oder gelandet sein. Während der letzten Vor-Corona-Sommerferien 2019 waren es an den damaligen Flughäfen Tegel und Schönefeld noch rund fünf Millionen Passagiere. Die Flughafengesellschaft empfiehlt, zweieinhalb Stunden vor Abflug im Terminal zu sein und direkt nach dem Check-in zur Sicherheitskontrolle zu gehen.