Seit 20 Jahren ist Herbert Köfer mit seiner Heike verheiratet. Doch der Star hat so viel zu tun, dass keine Zeit für den Hochzeitstag bleibt. Foto: imago images/Photopress Müller

Noch vor wenigen Tagen stand er vor der Kamera für den neuen Horst-Krause-Film. Doch für Herbert Köfer (99) bedeutet das nicht, dass er sich nun zur Ruhe setzen kann. Die nächsten Projekte gilt es vorzubereiten. Der beliebte Volksschauspieler ist so gut im Geschäft, dass er nicht einmal Zeit hat, seinen 20. Hochzeitstag zu feiern!

Die Porzellan-Hochzeit steht bei Herbert Köfer und seiner Frau Heike (59) am 16. Oktober an. Vor 20 Jahren hatte sich das Paar an diesem Tag im Köpenicker Rathaus das Ja-Wort gegeben. Als Trauzeugen waren damals Entertainer Wolfgang Lippert und Schauspieler Dietmar Schönherr (starb 2014) dabei. „Normalerweise vergessen Heike und ich immer unseren Hochzeitstag“, sagt Köfer. „Aber dieses Mal hatten uns Freunde und Bekannte daran erinnert.“

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Herbert Köfer mit Regisseur Bernd Böhnisch und Horst Krause beim Dreh des TV-Films „Krauses Zukunft“ in Brandenburg. Foto:  privat/Heike Köfer

Aber eine kleine Feier mit einem gemeinsamen schönen Essen – daraus wird nun doch nichts. „Ich habe so viel zu tun, bin in an diesem Tag so sehr mit Arbeit eingedeckt, dass leider am Ende keine freie Minute für unseren Hochzeitstag bleibt“, sagt Köfer dem KURIER.

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Der Schauspieler muss Texte lernen, Vorbereitungen und Absprachen für neue Folgen seiner  Bühnenshow „Das blaue Fenster“ treffen, in denen er an die Höhepunkte aus dem DDR-Fernsehen erinnert. Außerdem geht Köfer noch mit seinem Buch „99 und kein bisschen leise“ auf Lesereise. Ehefrau Heike nimmt es gelassen, dass nun der 20. Hochzeitstag ausfällt. „Herbert hat mir versprochen, alles nachzuholen und in fünf Jahren unsere Silberhochzeit richtig feiern werden“, sagt sie. Dann ist Köfer 104!

Herbert Köfer sitzt in der Filmkulisse in seiner Rolle als Hundertjähriger.   Foto: privat/Heike Köfer

Selbst bei seinem 80. Bühnenjubiläum hat Köfer gearbeitet, stand für den TV-Film „Krauses Zukunft“ mit Schauspieler-Kollegen Horst Krause (78) in Brandenburg vor der Kamera. In der RBB-Produktion spielt der 99-jährige Star sogar einen Hundertjährigen, der wegen eines Braunkohletagebaus aus seinem Brandenburger Haus vertrieben werden soll. Am 5. Oktober fiel am Set die letzte Klappe für Köfer. Zu seinem 100. Geburtstag soll der Film im Februar in der ARD gezeigt werden.

Herbert Köfer mit Carmen-Maja Antoni in einer Drehpause. Foto: privat/Heike Köfer

„Es war toll, wieder mit Bernd Böhnisch zu drehen, der einer meiner Lieblingsregisseure ist“, sagt der Schauspieler. „Ich habe mich gefreut, mit Horst Krause zusammen arbeiten zu dürfen. Zwischen uns ist sogar so etwas wie eine kleine Freundschaft entstanden.“ Und Köfer war begeistert, mit der großartigen Schauspielerin Carmen-Maja Antoni (75) zu drehen, die im Film Krauses Schwester spielt. „Schade, dass die Drehtage so schnell vergingen.“