Heidi Klum wird bald 53 – perfektes Timing für eine neue Schlagzeile. Dieses Mal jedoch nicht wegen eines spektakulären Kostüms oder eines TV‑Auftritts, sondern mit einem Thema, über das viele Frauen noch immer viel zu selten sprechen: die Wechseljahre. Bei den Filmfestspielen in Cannes zeigt sich das Supermodel ungewohnt offen und spricht ganz ehrlich über die Veränderungen ihres Körpers.
Hitzewallungen statt Frostbeule
Besonders eine Veränderung fällt Klum selbst deutlich auf: die plötzlich auftretende Hitze. „Auf einmal war mir immer heiß. Und mir ist auch immer heiß: I’m hotter than ever gerade“, erzählt sie im Gespräch mit der Bunte. Noch vor einiger Zeit war das Gegenteil der Fall. „Gefühlt war ich vorher immer eine Frostbeule. Mir war immer kalt“, sagt Klum. Ein drastischer Unterschied, der vielen Frauen bekannt vorkommen dürfte.

Vor allem nachts merkt Klum deutlich, dass sie in einer neuen Lebensphase angekommen ist. „Früher habe ich fest geschlafen. Jetzt bin ich andauernd wach“, berichtet sie. Die Nächte sind viel weniger erholsam, denn spätestens um 6 Uhr morgens ist Schluss mit Schlaf. Statt sich darüber zu ärgern, versucht Klum, das Beste daraus zu machen. Die frühe Zeit nutzt sie, um E‑Mails zu bearbeiten und Aufgaben abzuarbeiten. Ein pragmatischer Umgang mit einer Situation, die für viele belastend sein kann.
Ein Tabu, das keines sein sollte
Was Klum besonders wichtig ist: über diese Phase zu sprechen. Denn noch immer wird über das Thema geschwiegen – oft aus Unsicherheit. „Man redet da ja nicht wirklich drüber. Dabei finde ich es so wichtig, dass wir uns untereinander austauschen und solche Thematiken auch enttabuisieren“, sagt sie deutlich. Damit trifft sie einen Nerv.

Neben ihren ehrlichen Worten sorgt Klum auch auf dem roten Teppich für Aufmerksamkeit. Nur wenige Tage vor der Eröffnung der Filmfestspiele hatte sie noch mit einem Muskelfaserriss zu kämpfen. Aber sie wäre ja nicht unsere Model-Mama, wenn sie sich davon den großen Auftritt nehmen oder sich die Schmerzen gar ansehen ließe.


