In Berlin und Brandenburg werden am Freitag heftige Unwetter erwartet. Mit so einem beeindruckenden Himmel könnten sie sich ankündigen (Archivfoto). Imago

In der Region Berlin und Brandenburg wird am Freitag mit heftigen Unwettern gerechnet. Tornados sind nicht ausgeschlossen. Ein Gewittertief ziehe ab Nachmittag von Westen her über die nördliche Mitte hinweg, teilte der Deutsche Wetterdienst am Donnerstagabend mit. Dabei würden verbreitet schwere, zum Teil auch extreme Gewitter mit massiven Auswirkungen erwartet. Es sei heftiger Starkregen mit 40 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde möglich. Hagelkörner könnten um 5 Zentimeter groß sein. Es wird mit schweren Sturm- oder Orkanböen gerechnet.

Teils sei auch extrem heftiger Starkregen mit rund 60 Litern in wenigen Stunden wahrscheinlich, hieß es weiter. Es bestehe die Gefahr von kleinräumigen Überflutungen, Äste und Bäumen könnten brechen. „Auch einzelne Tornados sind nicht ausgeschlossen.“

Tornados sind lebensgefährlich. Zwar treten die Wetterphänomene hierzulande selten auf, man sollte aber wissen, wie man sich vor den Folgen schützt. Andreas Friedrich, Tornadobeauftragter des DWD rät:

Einen fensterlosen Raum, möglichst einen Keller, aufsuchen

Wer in einem festen Gebäude ist oder sich dahin zurückziehen kann, der sollte möglichst in den Keller gehen. Und dort weit weg von allen Türen und Fensters, bestmöglich sich sogar in einen fensterlosen Raum begeben. Denn dort ist man vor Trümmerteilen sicher, die der Tornado aufwirbelt und die Fenster, Rollläden, sogar Garagen mit Stahltoren durchschlagen können.

Im Freien in einer Mulde Schutz suchen

Ist man im freien Gelände unterwegs und kann dem Tornado weder ausweichen noch ein festes Gebäude erreichen, sollte man sich eine Mulde im Gelände suchen. Sie ist am besten so weit wie möglich entfernt von Häusern, Bäumen und Gegenständen, die der Tornado umwerfen und abheben lassen kann. Denn sie wären tödliche Geschosse. In die Mulde sollte man sich flach mit dem Gesicht nach unten legen.