Die Polizei in der Hauptstadt stellt sich darauf ein, Transporte mit dem Impfstoff gegen das Coronavirus zu bewachen. Foto: Imago Images/Christian Spicker

Die Polizei in der Hauptstadt stellt sich darauf ein, Transporte mit dem Impfstoff gegen das Coronavirus zu bewachen. Auch die künftigen sechs Impfzentren in der Hauptstadt werden unter dem Schutz der Polizei stehen, wie Innensenator Andreas Geisel (SPD) der Deutschen Presse-Agentur sagte. „Selbstverständlich wird es einen angemessenen Schutz geben.“

Gesichert würden zudem die geheimen Orte, an denen die Impfdosen gelagert werden. „Wir müssen auf alle Eventualitäten vorbereitet sein und deshalb ist es besser, einen entsprechenden Schutz vorzuhalten“, unterstrich der SPD-Politiker. Er äußerte sich konkret nicht dazu, ob mit Vandalismus oder Attacken von Impfgegnern zu rechnen sei.

Gebraucht wird ein System für die Terminvergabe

Die größten Herausforderungen seien nicht der Bau der Impfstützpunkte und deren Personal. Schwieriger sei, die Logistik zu organisieren. Gebraucht werde etwa ein System für die Terminvergabe. „Es soll geordnet ablaufen, dafür muss es Sicherheitsbestimmungen geben.“ Die Polizei sei in die Vorbereitungen einbezogen.

Noch ist der Impfstoff für Deutschland nicht zugelassen. Nach Angaben von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) rechnet Berlin im ersten Quartal 2021 mit maximal 720 000 Impfdosen. Pro Person werden zwei Dosen benötigt. Zuerst sollen voraussichtlich Ältere über 80 Jahre, Pflegeheimbewohner und Personal mit hohem Infektionsrisiko dran sein. Nach dem Vorschlag der Ständigen Impfkommission müssten in Berlin zunächst rund 211 000 Senioren über 80 geimpft werden, danach über 75-Jährige.

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Innensenator Geisel sprach sich dafür aus, Polizisten, die auf der Straße oder bei Demonstrationen im Einsatz sind, sowie Rettungskräfte der Feuerwehr möglichst frühzeitig zu impfen. Gleichzeitig gab er zu bedenken, dass schon die erste Charge des Impfstoffes nicht ausreichen könnte.