Klimaaktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ bekleckerten vor gut zwei Wochen das Gemälde „Getreideschober“ (1890) von Claude Monet im Potsdamer Museum Barberini mit Kartoffelbrei.
Klimaaktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ bekleckerten vor gut zwei Wochen das Gemälde „Getreideschober“ (1890) von Claude Monet im Potsdamer Museum Barberini mit Kartoffelbrei. AP/Letzte Generation

Fast könnte man glauben, der Brei-Anschlag im Museum Barberini sei eine Reklameaktion fürs Museum gewesen. Das Barberini ist wieder rappelvoll, und die Vormittage sind sogar täglich ausverkauft.

Die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen nach einer Attacke von Klimaaktivisten im Potsdamer Museum Barberini haben den Museumsbetrieb kaum beeinträchtigt. „Die Abgabe von Taschen und Jacken trifft überwiegend auf viel Verständnis der Besucherinnen und Besucher“, sagte Museumssprecherin Carolin Stranz am Freitag auf Anfrage.

„Die Mehrheit von ihnen hat sich vorab auf unserer Website informiert beziehungsweise kennt den Kontext zu der Abgabepflicht und reagiert sehr verständnisvoll.“

Eine Mitarbeiterin kontrolliert im Museum Barberini beim Einlass die Tickets der Besucher.
Eine Mitarbeiterin kontrolliert im Museum Barberini beim Einlass die Tickets der Besucher. dpa/Monika Skolimowska

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Gut eine Woche nach einem Angriff von Klimaaktivisten mit Kartoffelbrei auf ein wertvolles Gemälde von Claude Monet hatte das Museum Barberini in Potsdam am vergangenen Montag wieder geöffnet. Während der Schließzeit hatte die Museumsleitung mit Leihgebern für die aktuelle Surrealismus-Ausstellung über Sicherheitsmaßnahmen beraten.

Sicherheitsvorkehrungen nach Brei-Anschlag hochgefahren

Auch nach der Wiedereröffnung sei sowohl die Surrealismus-Ausstellung als auch die Sammlung des Museumsgründers Hasso Plattner gut besucht, sagte Stranz. Die Leute kommen, sie pilgern regelrecht ins Museum. „Die Vormittage waren täglich ausverkauft, an den Nachmittagen gab es noch Restkarten.“ Unter den Besuchern seien nicht nur Kunstfreunde, sondern auch viele Familien mit Kindern.

Viele Gäste hätten sich spürbar darüber gefreut, dass die Ausstellungen wieder zu sehen seien. Auch die Eintragungen im Gästebuch bestätigten dies, berichtete Stranz: „„Besser geht's nicht“, schrieb zum Beispiel ein Besucher.“

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Das Barberini în Potsdams Mitte schloss nach der Attacke, um über höhere Sicherheitsvorkehrungen zu beraten. Nun beobachtete Museumsdirektorin Ortrud Westheider bei der Wiedereröffnung das große Besucherinteresse. „Es ist ein besonders schöner Moment“, sagt sie. Dabei waren die Besucher längst nicht nur von der Kunst der Impressionisten angezogen, sondern buchten eben auch Führungen durch die neue Surrealismus-Ausstellung mit Werken etwa von Salvador Dalí, Max Ernst oder René Magritte.