Eine Drohne mit integrierter Kamera in der Luft (Symbolfoto). Foto: imago images/Panthermedia

Wegen Zwischenfällen mit Drohnen wurde der Flugbetrieb an deutschen Flughäfen im ersten Halbjahr 2020 insgesamt 15-mal ganz oder teilweise eingestellt. Insgesamt gab es im Umfeld der 16 internationalen Verkehrsflughäfen in diesem Zeitraum 24 Meldungen und Sichtungen von Drohnen, wie das Bundesverkehrsministerium auf eine Anfrage der FDP im Bundestag antwortete.

Im Gesamtjahr 2019 waren es 102 solcher Ereignisse und damit deutlich mehr, allerdings wurde 2019 im gesamten Jahr nur 15-mal der Flugverkehr ganz oder teilweise eingestellt. In den Jahren 2017 und 2018 waren es nur je vier Unterbrechungen, 2016 nur drei.

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FDP-Verkehrspolitiker Bernd Reuther forderte, solche Einschränkungen zu verhindern. „Seit Jahren ist der Bundesregierung das Problem von Drohnen an Flughäfen bekannt“, sagte Reuther der dpa. Es brauche „schnellstmöglich effektive Abwehrmaßnahmen, damit die Sicherheit an Flughäfen gewährleistet ist.“ Bereits im Mai hatte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) einen Aktionsplan zu Drohnen vorgelegt, in dem es auch um die Sicherheit des Luftverkehrs geht. Die Suche nach Drohnen-Abwehrsystemen für deutsche Flughäfen läuft.

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In Deutschland sind Drohnenflüge in der Nähe von Start- und Landebereichen von Flughäfen verboten. Sie gelten rechtlich als gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr und werden mit Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren geahndet. Drohnensichtungen haben immer wieder zur Einstellung des Flugbetriebs an Flughäfen geführt, mit entsprechenden wirtschaftlichen Folgen für Airlines und Flughafenbetreiber.