Die meisten Mieter konnten in ihre Wohnungen im Haus Leipziger Straße 40 zurückkehren. Berliner Kurier/Markus Wächter

Die Bewohner des Unglücks-Hochhauses Leipziger Straße 40 bekommen nach all dem Ärger eine gute Nachricht: Für die Zeit, in der sie ihre Wohnungen nach der schweren Wasser-Havarie am letzten Mai-Wochenende nicht nutzen konnten, erlässt ihnen die WBM die Bruttowarmmiete.

„Fast alle Mieterinnen und Mieter konnten  in ihre Wohnungen zurückkehren. Acht der insgesamt 168 Wohnungen sind aufgrund des massiven Wasserschadens für längere Zeit nicht bewohnbar. Den Betroffenen stellen wir selbstverständlich Ersatzwohnungen für die Zeit der Instandsetzung zur Verfügung. Die Arbeiten werden mehrere Wochen in Anspruch nehmen“, erklärte WBM-Sprecher  Matthias Borowski.

Materialmangel: Elektrik im Hochhaus erst Ende 2022 komplett erneuert

Nicht nur in den acht Wohnungen, deren Mieter Ersatzwohnungen versprochen wurden, muss repariert und saniert werden.  Komplexere Arbeiten seien bei der dritten Aufzugsanlage erforderlich, außerdem liefen die Planungen für den Neubau der Elektroanlage erforderlich: Die Haupteinspeisung muss wegen des vielen Wassers erneuert werden.

Borowski: „Gerade für die Erneuerung der kompletten Elektrik rechnen wir auf Grund der Komplexität und der aktuellen Marktsituation für die Materialbeschaffung mit einem Zeitraum bis zum Jahresende.“

Weil der Schaden an einem Hochdruckventil aufgetreten war, dass erst 2021 überprüft worden war, will die WBM zusätzliche Sicherheitsüberprüfungen dieser Ventile in allen ihren Hochhäusern durchführen.