Laut Polizei kamen die mysteriösen Geräusche aus einem Heizkraftwerk in Siemensstadt.
Laut Polizei kamen die mysteriösen Geräusche aus einem Heizkraftwerk in Siemensstadt. imago/Schöning

Wer in Berlin nachts sein Unwesen treiben will, hat schlechte Karten – denn in einer so vollen Stadt hört immer jemand zu. Gruselig wird’s erst, wenn viele Menschen seltsame Geräusche hören, für die es aber erst einmal keine Erklärung gibt… So geschehen in der Nacht zum Freitag. Da war in Teilen Berlins ein mysteriöses Donnern zu hören, das aber nicht von einem Gewitter kam – und dafür sorgte, dass einige Berliner aus dem Schlaf gerissen wurden.

Mysteriöse Geräusche in der Nacht: Was steckt hinter dem Donner?

Auf Twitter gab es mehrere Meldungen von Menschen, die sogar Videos veröffentlichten, gefilmt mitten in der Nacht aus den eigenen Fenstern. Zu hören ist ein merkwürdiges Grollen – für das es im ersten Moment allerdings keine Erklärung gibt. Kommentare und Fragen wie „Was ist das hier in Berlin? Weiß jemand mehr? Ein Gewitter ist es nicht“, tauchten in den sozialen Netzwerken und auf Twitter auf. Ein Nutzer fragte: „Explodiert etwas in Berlin? Oder was ist das für ein Krach?“

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Der Verdacht lag nahe, dass die Geräusche aus einem Kraftwerk kamen. Und tatsächlich: Am Morgen konnte die Polizei Entwarnung geben. „In der vergangenen Nacht alarmierten zahlreiche Personen Polizei und Feuerwehr, da sie mehrfach extrem laute Knallgeräusche vernahmen und beunruhigt waren“, heißt es in einem Statement der Behörde. „Gegen 0.40 Uhr begannen diese Geräusche, die durch die Einsatzkräfte in Siemensstadt ausgemacht werden konnten.“

Etwa 20 mal habe es kurz hintereinander geknallt. Der Grund: Die Geräusche kamen aus einem Heizkraftwerk in der Otternbuchtstraße, „wo sich nach derzeitigem Kenntnisstand durch Reglungsschwankungen Sicherheitsventile einer Dampfleitung geöffnet hatten und dadurch diese lautstarken Geräusche verursacht wurden“, so die Polizei weiter. „Verletzt wurde niemand. Wahrscheinlich wurden Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt durch die lauten Geräusche aus dem Schlaf gerissen, eine Gefährdung für die Bevölkerung lag jedoch zu keiner Zeit vor.“

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Die Vorkommnisse erinnern an einen Fall aus dem Jahr 2017. Damals kam es zu einer Havarie in einem Heizkraftwerk in Spandau. Der Grund: Ein Waschbär! Das Tier hatte sich in einen eigentlich nicht zugänglichen Bereich vorgearbeitet und einen Kurzschluss ausgelöst. „Dadurch entstanden ein Lichtblitz und ein lauter Knall“, sagte Vattenfall-Sprecher Olaf Weidner dem KURIER damals. Außer[1]dem ging eine Dampfturbine vom Netz, der Dampf strömte aus. „Das führte zu lauten Geräuschen, die die Anwohner im Umfeld verunsicherten.“