Gut besuchte Cafés in der Oderberger Straß  in Berlin-Prenzlauer Berg. Hier könnte ein Teil der Straße im Sommer für Autos gesperrt werden. 
Gut besuchte Cafés in der Oderberger Straß  in Berlin-Prenzlauer Berg. Hier könnte ein Teil der Straße im Sommer für Autos gesperrt werden.  Imago/Seeliger

Im Sommer spielt sich das Leben in den Berliner Kiezen oft draußen ab. In Parks, in Cafés, auf der Straße. Um diesem sommerlichen Treiben mehr Platz einzuräumen, wollen die Grünen in Pankow beim Förderprogramm „Sommerstraßen“ des Senats mitmachen. 

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Das Bezirksamt soll dabei prüfen, ob sich die folgenden Straße als Sommerstraße eignen: 

-         Oderberger Straße im Abschnitt zwischen Eberswalder Straße und Kastanienallee

-         Hufelandstraße im Abschnitt zwischen Greifswalder Straße und Bötzowstraße

-         Stargarder Straße im Abschnitt zwischen Schönhauser Allee und Pappelallee

-         Rykestraße im Abschnitt zwischen Sredzkistraße und Knaackstraße

Drei bis fünf Sommerstraßen in jedem Bezirk 

„Mit Sommerstraßen schaffen wir in dieser vollen Stadt zusätzlichen Raum zum Spazieren, Spielen und Begegnen. Gerade in den Straßen, die wir vorgeschlagen haben, flanieren und sitzen so viele Menschen im Sommer, dass die Bürgersteige kaum ausreichen. Hier ist es sehr sinnvoll für die Sommermonate die Flächen im öffentlichen Raum neu aufzuteilen und den Fußgängern  und Anwohnern  mehr Leben draußen zur Verfügung zu stellen“, erklärt Silke Gänger, Initiatorin des Antrags. Die Oderberger Straße und die Stargarder Straße sind zudem bereits als Fahrradstraßen deklariert. Die Hufelandstraße soll Fahrradstraße werden. 

Sommerliches Treiben in der Rykestraße im Prenzlauer Berg.
Sommerliches Treiben in der Rykestraße im Prenzlauer Berg. BK/ Markus Wächter 

Plan für Sommerstraßen 

 Der Senat plant in Berlin fünf Nebenstraßen in sogenannte Sommerstraßen mit Stadtmöbeln wie Sitzbänken oder Pflanzenbeeten zu verwandeln. Diese sollen zwischen April und Oktober für Autos und Motorräder komplett gesperrt oder zumindest in verkehrsberuhigte Bereiche umgewandelt werden. Abschnitte von einer Länge von 50 bis maximal 100 Metern Länge, gern in der Nähe von Schulen sind gesucht. Man wünsche sich, dass Straßen mit „aktiven Nachbarschaftsinitiativen“ ausgewählt würden, die die Bereiche dann zusätzlich „bespielten“ und sich um die Pflege der Pflanzenbeete kümmerten. „Angedacht sind etwa Straßenfeste, Märkte, Treffpunkte für die Nachbarschaft sowie Spielaktivitäten“, so eine Senatssprecherin.

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Die Bezirke sollen sich nun mit geeigneten Straßen bei der Senatsverwaltung bewerben. Charlottenburg-Wilmersdorf, Mitte sowie Tempelhof-Schöneberg und auch in Friedrichshain-Kreuzberg können sich die Einrichtung einer Sommerstraße grundsätzlich vorstellen.