Letzte Chance

Grosz-Museum in Berlin schließt– wollen Sie nochmal hin?

Das Kleine Grosz Museum öffnet am Montag zum letzten Mal. Kurzentschlossene können Montag aber noch ihr Glück probieren.

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Im «Das Kleine Grosz Museum» hängt ein Werk des Künstlers George Grosz. Eine private Initiative hat das Projekt für ein Museum zu dem in Berlin geborenen und gestorbenen Maler, Grafiker und Karikaturisten Grosz vorangetrieben.
Im «Das Kleine Grosz Museum» hängt ein Werk des Künstlers George Grosz. Eine private Initiative hat das Projekt für ein Museum zu dem in Berlin geborenen und gestorbenen Maler, Grafiker und Karikaturisten Grosz vorangetrieben.dpa

Vor der Schließung des Kleinen Grosz Museums in Berlin haben Besucher noch einmal die Chance, sich die Ausstellung anzuschauen. Seit Bekanntwerden der Schließung ist das Haus regelmäßig ausgebucht. Am Montag öffnet das Haus für Werke des Malers, Grafikers und Karikaturisten George Grosz (1893–1959) zum letzten Mal, wie der Verein George Grosz in Berlin mitteilte. Es sei zwischen 11.00 und 18.00 Uhr geöffnet.

Nach Bekanntwerden der Schließung im September sei der Andrang enorm. Kurz vor der Öffnung gebe es regelmäßig eine lange Schlange. Auch die Zeitfenster-Tickets seien für Montag schon ausgebucht. Kurzentschlossene könnten aber dennoch ihr Glück versuchen, vor Ort noch ein Ticket zu bekommen.

Grosz-Musem am Ende –Auch Café im Museum schließt

Das Museum in einer historischen Tankstelle in Schöneberg war im Mai 2022 eröffnet worden und ursprünglich auf bis zu fünf Jahre angelegt. Trotz vieler Förderungen bestehe jedoch eine große Lücke, um das Ziel zu erreichen, das Museum verlustfrei zu betreiben, hatte der Verein mitgeteilt.

Am Montag ist noch einmal die Sonderausstellung „Was sind das für Zeiten? Grosz, Brecht & Piscator“ zu sehen. Auch das Café in dem Museum schließt, wie der Verein weiter mitteilte.

George Grosz etablierte zusammen mit John Heartfield und dessen Bruder Wieland Herzfelde die expressionistische Kunstströmung Dada in Berlin. Seine politischen Arbeiten brachten ihm viel juristischen Ärger ein. Noch bevor die Nazis ihn verhaften konnten, emigrierte er 1933 in die USA. Erst kurz vor seinem Tod 1956 kehrte er nach Berlin zurück. ■