Bargeld im fünfstelligen Bereich wurde bei dem Einsatz beschlagnahmt. Foto: Polizei Berlin

Berliner Polizisten sind in Alt-Hohenschönhausen zufällig auf eine Wohnung gestoßen, in der Dutzende Menschen illegale Glücksspiele betrieben haben sollen. Wie die Behörde am Freitag auf Twitter mitteilte, hatte sich ein Anwohner eines Mehrfamilienhauses in der Konrad-Wolf-Straße per Notruf darüber beschwert, dass er aufgrund des Lärms aus der Nachbarwohnung nicht zur Ruhe kommen würde. Aus dem Verdacht der Ruhestörung wurde dann jedoch weitaus mehr.

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Die eingetroffene Besatzung eines Funkstreifenwagens soll bei ihrer Ankunft laute Geräusche aus der beschriebenen Erdgeschosswohnung gehört haben. Als eine Polizistin an die Tür geklopft und „Polizei – öffnen Sie de Tür!“ gerufen haben soll, sei es plötzlich verdächtig still in den Räumen geworden. Kurze Zeit später sei den Beamten die Tür geöffnet worden.

Die Einsatzkräfte mussten umgehend Verstärkung rufen, nachdem sie in der beschriebenen Drei-Zimmer-Wohnung plötzlich 35 Personen feststellten. Auf dem Fußboden hätten Spielkarten und Bargeld im fünfstelligen Bereich gelegen, so die Polizei. Zudem seien zwei Glücksspielautomaten gefunden worden. Alle Beweismittel wurden beschlagnahmt.

Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts des illegalen Glücksspiels. Außerdem hatten die Beteiligten gegen das Infektionsschutzgesetz verstoßen. Da der Mieter der Wohnung sich nicht zu erkennen gab, tauschte ein Schlüsseldienst das Türschloss aus. Der betroffene Wohnungsinhaber könne sich den Schlüssel auf dem Polizeiabschnitt 31 abholen, so die Polizei.

Die Berliner Polizei stößt auch seit des Lockdowns immer wieder auf Hinterzimmer, in denen hauptsächlich Männer um Geld spielen. Bei Razzien und Neukölln und Treptow waren zuletzt bereits zahlreiche Glücksspielautomaten als Beweismittel sichergestellt worden.