Einsatzkräfte der Feuerwehr verlassen unter Atemschutz das Gelände des Sportvereins in Berlin-Köpenick. dpa/Paul Zinken

Brandkatastrophe am frühen Sonntagmorgen in Berlin-Köpenick, der Heimat des 1. FC Union. Ein Großaufgebot der Feuerwehr rückte auf ein Sportgelände vor, nachdem mehrere Brände gemeldet wurden. Es handelte sich um die Spielstädte des Köpenicker Fußball Clubs. Gleich nebenan: Ein riesiger Öltank der Firma Vattenfall. Ein Übergreifen der Flammen hätte ein Inferno bedeutet. Nun hat die Polizei einen 21-Jährigen festgenommen.

Das Feuer auf dem Vereinsgelände des Köpenicker Fußball Clubs am Sonntagmorgen geht offensichtlich auf Brandstiftung zurück. Die Polizei bestätigte am Sonntag die Festnahme eines Tatverdächtigen (21).

Am Sonntagmorgen waren der Feuerwehr gleich mehrere Brandherde auf dem Gelände in Berlin-Köpenick gemeldet worden. Diese rückte sofort mit rund 100 Kräften aus und beorderte weitere 20 Feuerwehrler nach.

Erst im Laufe der Löscharbeiten wurde das Feuer an einem auf dem Gelände befindlichen Restaurant entdeckt: Dies brannte nach Feuerwehrangaben vollständig ab. Menschen seien nicht verletzt worden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Es handelte sich demnach um ein Gebäude in Holzbauweise.

Riesiger Öltank von Vattenfall neben dem Sportgelände in Berlin-Köpenick

Bereits kurz zuvor habe es „zwei kleinere Brände“ auf dem Grundstück an der Wendenschloßstraße gegeben. Eine mobile Toilette und ein Verschlag hätten gebrannt. „Bei den Löscharbeiten wurde dann das Feuer an dem Restaurant entdeckt“, erklärte der Sprecher.

Das Sportgelände wird vom Köpenicker Fußball Club genutzt, wie ein Vereinssprecher am Sonntag bestätigte. Insgesamt seien rund 120 Brandbekämpfer vor Ort gewesen, sagte der Feuerwehrsprecher. Eine große Herausforderung sei die Nachbarschaft zur Firma Vattenfall gewesen. „Dort steht ein großer Öltank. Wir konnten ein Übergreifen der Flammen verhindern“.

Großbrand in Berlin-Köpenick: Von dem Restaurant blieb nur noch ein schwarzes Gerippe übrig

Zwei weitere Gebäude auf dem Sportplatz blieben von den Flammen demnach verschont. Nach dem Brand am Sonntagmorgen war von dem 600 Quadratmeter großen Lokal nur ein schwarzes Gerippe übrig geblieben. Die Feuerwehr war noch mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.

Die Brandursache war zunächst unklar. „Ein Brandkommissariat wird sich im Laufe des Tages damit beschäftigen“, sagte eine Polizeisprecherin.