Heute haben in Berlin Impfungen für Kinder begonnen: hier an der Christian-Morgenstern-Grundschule in Spandau. Markus Wächter

Die SPD-Landesvorsitzende und designierte Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey hat angekündigt, Berlin wolle die Impfaktionen für Fünf- bis Elfjährige noch ausweiten. Es gebe die Bereitschaft von Profi-Sportvereinen, die Landesregierung dabei zu unterstützen. „Wir wollen es kindgerecht gestalten, dass für die Kinder auch immer ein schönes Erlebnis damit verbunden ist“, sagte Giffey am Mittwoch kurz nach dem Start einer Impfaktion für Kinder im Naturkundemuseum. Die Kinderimpfungen für die Fünf- bis Elfjährigen, die berlinweit am Mittwochmittag gestartet sind, seien eine Schwerpunktaufgabe für die neue Landesregierung.

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Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) lobte die Impfaktion. „Ich glaube, es ist sehr wichtig, dass wir bei den Impfangeboten darauf achten, dass sie vom Kind, von den Familien her gedacht sind, und das ist hier wirklich ein sehr tolles Beispiel“, sagte sie. Das Impfen von Kindern könne auch einen wichtigen Beitrag gegen Schulschließungen leisten.

Impfungen im Naturkundemuseum Berlin 

Von Corona-Fällen in der Klasse ihres Sohnes berichtete bei der Impfaktion auch eine Mutter: „Jede Woche gibt es Fälle.“ Sie habe im Radio von der Impfaktion im Naturkundemuseum gehört und direkt einen Termin gemacht. „Ich glaube, da haben die Kinder auch weniger Angst, als in so einem Impfzentrum“, so die Mutter. „Ich bin nicht aufgeregt“, bestätigte der zehnjährige Sohn. „Ich bin neidisch auf die Ärzte, die piksen dürfen.“

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Probleme könnte allerdings die Lieferung der Impfstoffe machen. „Gestern auf der Gesundheitsministerkonferenz war es ein Schock, dass der Impfstoff im ersten Quartal 2022 knapp sein wird“, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) im Naturkundemuseum. Für die Kinderimpfungen würden nun Dosen zurückgelegt, um diese für die zweite Impfung der Kinder zu verwenden.

Impfung für Kinder im Abstand von drei bis sechs Wochen 

Für Fünf- bis Elfjährige wird ein niedriger dosiertes und anders abgefülltes Präparat im Vergleich zum herkömmlichen Biontech/Pfizer-Impfstoff verwendet. Von dem mRNA-Vakzin sollen laut Stiko zwei Dosen im Abstand von drei bis sechs Wochen gegeben werden. Für jüngere Kinder gibt es noch keinen zugelassenen Impfstoff.