20 Euro lösten eine schreckliche Gewalttat aus. Zwei Männer sind am Montagnachmittag nach einem brutalen räuberischen Diebstahl am Kottbusser Tor festgenommen worden.
20 Euro einer 41-Jährigen aus der Hand gerissen
Nach Angaben der Polizei soll gegen 14.20 Uhr ein 28‑Jähriger, begleitet von einem 24‑Jährigen, einer 41‑Jährigen auf dem U‑Bahnsteig 20 Euro aus der Hand gerissen haben. Danach soll er die Frau und ihren 38‑jährigen Begleiter geschlagen haben.
Axt gezückt und mehrfach in Richtung Frau geschlagen
Bei der Eskalation soll der 38‑Jährige ein Messer gezogen und Stichbewegungen in Richtung des 24‑Jährigen ausgeführt haben. Das mutmaßliche Diebes‑Duo soll wiederum eine Axt gezückt und mehrfach in Richtung der Frau und des Mannes geschlagen haben.
Die Einsatzkräfte nahmen den 24‑ und den 28‑Jährigen kurz darauf außerhalb des Bahnhofs fest. Das Bargeld und die Axt fanden die Beamten bei ihnen nicht. Eine Axt wurde später in einem Mülleimer entdeckt und sichergestellt.
Mann erleidet Gesichtsverletzungen
Wie die Polizei weiter mitteilte, erlitt der 38‑Jährige Gesichtsverletzungen. Zunächst wollte er sich aber nicht behandeln lassen. Die beiden Festgenommenen wurden der Kriminalpolizei der Polizeidirektion 5 (City) überstellt, die Ermittlungen laufen.
Kottbusser Tor ist krimineller Brennpunkt
Der Tatort liegt in einer Waffen‑ und Messerverbotszone, die seit dem 15. Februar 2025 am Kottbusser Tor gilt. Dort kann die Polizei verdachtsunabhängig kontrollieren. Das Führen von Waffen und Messern ist verboten und kann mit bis zu 10.000 Euro geahndet werden. Zudem gilt das Kottbusser Tor seit Jahren als kriminalitätsbelasteter Brennpunkt. Die Brennpunkt‑ und Präsenzeinheit der Polizei ist dort regelmäßig im Einsatz.
Bereits seit Februar 2023 betreibt die Polizei direkt am Platz eine Nebenwache, um Präsenz zu zeigen und Anlaufstelle für den Kiez zu sein. Parallel versucht die BVG, den U‑Bahnhof als „Innovationsbahnhof“ sicherer zu machen – mit mehr Präsenz, Technik und Prävention. Für das erste Halbjahr 2025 meldete sie berlinweit 17 Prozent weniger Straftaten im BVG‑Bereich.


