Tierpfleger Klaus Hain kümmert sich um das Mini-Schwein Klaus im Tierheim in Falkenberg. Sabine Gudath

Eigentlich kennt man das Duo „Klaus und Klaus“ nur aus der Schlager-Welt, doch nun gibt es diese irre Kombi auch im Berliner Tierheim! Tierpfleger Klaus Hain kümmert sich hier seit Jahren um die Bauernhof-Tiere, um Gänse, Hühner, Esel, Schweine – denn auch sie verlieren manchmal ihr Zuhause. Nun zog ein neues Mini-Schweinchen bei ihm ein, wurde ebenfalls auf den Namen Klaus getauft. KURIER besuchte das zauberhafte Duo.

Gleich vorweg: Mit Schlager haben diese beiden wenig am Hut. Gesungen wird nicht, nicht mal im Takt gegrunzt – dafür vertreiben sich Landwirt Klaus Hain und Schweinchen Klaus die Freizeit mit Fußballspielen. „Er hat einen Ball mit einem Loch, durch das man kleine Leckerlis stecken kann“, erklärt der Tierpfleger. „Den kann er durch die Gegend rollen – und wenn dann mal ein Leckerli durch das Loch fällt, ist die Freude groß.“

Das Schweinchen tauchte plötzlich in einem Garten in Hennigsdorf auf

Schon seit Anfang April lebt das Mini-Schweinchen auf dem Hof. „Es wurde am 3. April bei uns in der Tiersammelstelle abgegeben“, heißt es aus dem Tierheim. Die Finder gaben an, den kleinen Ringelschwanz in ihrem Vorgarten in Hennigsdorf entdeckt zu haben. „Sie meinten, morgens wäre da auf einmal dieses Schweinchen bei ihnen im Garten gewesen. Sie haben es mithilfe eines Apfels einfangen können.“

Kleines Schweinchen, große Kugel: Mini-Schwein Klaus mag es, den Ball über die Wiese zu jagen. Sabine Gudath

Das Schweinchen wurde von den Tierärzten gründlich durchgecheckt, außerdem auf die Afrikanische Schweinepest getestet. „Es ist alles gut, er ist kerngesund und freut sich des Lebens.“ Das merkt auch Landwirt Klaus. „Das kleine Schwein ist lieb, nett, umgänglich“, sagt er. Kein Wunder bei der wunderbaren Versorgung! „Er bekommt morgens sein Frühstück, mal gekochtes Gemüse und mal Rohkost – alles, was Schweine eben fressen. Dann wird sauber gemacht und danach gespielt.“

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Schweinchen Klaus hat sich gut eingelebt – schöner wäre es aber natürlich, wenn das Tierchen irgendwann ein neues Zuhause finden könnte. „Da er vergleichsweise klein bleiben wird, sollte er nicht mit normalen Hausschweinen oder großen Rassen zusammengebracht werden, eher so in die Richtung Mini-Schwein oder Hängebauchschwein“, heißt es aus dem Tierheim. „Ideal wäre eine Schweinegruppe, zur Not ginge auch eine einzelne Sau als Partnerin. Wichtig ist natürlich die artgerechte Haltung mit viel Platz zum Herumtoben, einem großen Auslauf mit Suhle und Beschäftigungsmöglichkeiten sowie einem geräumigen, trockenen und sauberen Stall.“

Klaus sucht ein neues Zuhause mit viel Auslauf und einem geräumigen Stall. Sabine Gudath

Bei Schweinen dauere es aber naturgemäß länger, bis sie vermittelt werden können, sagt Klaus Hain. „Denn die neuen Besitzer müssen natürlich die Auflagen erfüllen. Und besonders wichtig ist, dass es nicht allein gehalten wird, sondern dass es noch ein Zweittier gibt. Denn Schweine sind Rudeltiere – und brauchen Gesellschaft.“ Bei der Auswahl des Namens hatte der Tierpfleger seine Finger übrigens nicht im Spiel, sagt er und lacht. „Die Taufe haben die Kollegen übernommen.“

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