Diese Kassiererin soll durch eine Trennwand vor einer Tröpfcheninfektion geschützt werden.  Foto: Morris Pudwell

Die Einschränkungen im öffentlichen Leben werden immer drastischer, ein Großteil der Läden hat mittlerweile geschlossen. Andere Läden wie Super- oder Baumärkte hingegen bleiben weiterhin geöffnet. Um ihre Mitarbeiter und Kunden zu schützen, greifen die Betreiber jetzt zu neuen Maßnahmen.

Vor allem in den großen Lebensmittelgeschäften wie Kaufland wird der Ton der Kundschaft rauer. Streit um die letzten Nudelpackungen oder wütende Verbalattacken gegen Verkäuferinnen, weil man Klopapier oftmals nur noch in handelsüblichen Mengen kaufen darf, nehmen zu. Zudem machen sich verantwortungsvolle Chefs auch Sorgen um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter, denn die Zahl der Corona-Infizierten in Berlin steigt täglich.

Baumärkte lassen nur begrenzte Zahl von Kunden zu

Daher führen immer mehr Geschäfte neue, zum Teil scharfe Regeln im Sinne aller ein. In einer Kaufland-Filiale in Weißensee steht seit Neuestem ein Security-Mann im Kassenbereich, um bei eventuellen Streitigkeiten eingreifen und schlichten zu können. In einer weiteren Filiale desselben Unternehmens sowie bei Obi oder Hellweg sind die Kassierer nun durch eine Plastik-Trennwand geschützt. Dadurch soll das Risiko, via Tröpfchen-Infektion (Husten oder Niesen) mit Corona angesteckt zu werden, zumindest begrenzt werden.

Zudem sind in vielen Supermärkten Durchsagen zu hören, dass Kunden möglichst bargeldlos zahlen sollen. Denn Geldscheine gelten als Virenschleudern. Ein Sprecher von Kaufland teilt mit: „Wir beobachten die Entwicklung rund um das Coronavirus genau. Die Lage ist sehr dynamisch, unsere Maßnahmen werden ständig den aktuellen Anforderungen angepasst“. Mehrere Baumärkte sind zudem dazu übergegangen, nur noch eine bestimmte Anzahl von Kunden gleichzeitig in die Verkaufsräume zu lassen. So soll sichergestellt werden, dass ein gewisser Mindestabstand zwischen den Menschen gewährleistet ist.

Zutrittsverbot für Kinder

In einem großen Baumarkt in Spandau herrscht zudem Zutrittsverbot für Kinder. Ein Grund dafür wurde nicht offiziell angegeben. Ein Wachmann sagte jedoch, dass Kinder „im Moment eben einfach nichts in einem Baumarkt verloren haben“.