Ein Auto liegt mitten in Neukölln auf dem Dach. Ein andere Fahrzeug hatte den Hyndai gerammt. Links stehen die Retter, rechts Schaulustige. 

Foto: Morris Pudwell

Szenen wie aus einem Actionfilm: Ein Auto wird mitten in der Stadt gerammt, überschlägt sich und landet auf dem Dach. Was wie ein filmreifer Stunt aussieht, ist am Montag gleich zweimal in Berlin passiert. 

Einer der beiden spektakulären Unfälle passierte gegen 22 Uhr in Neukölln, kurz hinterm U-Bahnhof Boddinstraße. Ein 21-Jähriger hielt mit seinem Hyundai kurz auf der Hermannstraße. Als er gerade wieder losfahren wollte, rammte ihn ein Geländewagen (BMW X5). Warum sei laut Polizei bisher unklar. Der Hyundai  wurde dadurch über die Straße geschleudert und blieb vor einem Skoda auf dem Dach liegen. Der 21-Jährige kam mit Verletzungen am Oberkörper in eine Klinik. Typisch Neukölln: Bei den Rettungsmaßnahmen bildete sich rasch eine große Traube Schaulustiger. Viele Gaffer zückten ihre Handys und filmten die Bergung. Retter seien dadurch leicht behindert worden. 

Der zweite Unfall mit überschlagenem Auto passierte nur fünf Stunden zuvor in Steglitz-Zehlendorf. Nach Angaben der Polizei fuhr eine Frau in Nikolassee auf der Potsdamer Chaussee in Richtung Nibelungenstraße. Zeugen berichteten, dass die 31-Jährige plötzlich von der Fahrbahn abkam und in einen am Straßenrand geparkten Wohnwagen krachte. „Wie es dazu kam, wird derzeit noch ermittelt“, sagt ein Polizeisprecher. Durch die Wucht des Aufpralls überschlug sich die Frau mit ihrem Skoda und musste später von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit werden. Alarmierte Rettungskräfte brachten die Autofahrerin mit Arm- und Beinverletzungen in ein Krankenhaus.