Mit markantem Büroturm: Das neue Quartier der Howoge in Lichtenberg.
Foto: Alexander Rentsch

Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Howoge hat ihr „Quartier am Rathauspark“ in Lichtenberg fertiggestellt. An der Frankfurter Allee/Ecke Möllendorfstraße sind insgesamt 387 Wohnungen, Büro- und Gewerbeflächen sowie eine Kita entstanden, wie die Howoge am Montag mitteilte. 172 Wohnungen werden als geförderter Wohnraum zu Einstiegsmieten ab 6,50 Euro pro Quadratmeter vermietet, also als klassische Sozialwohnungen. Erkennungszeichen des neuen Quartiers ist der 64 Meter hohe Büroturm am Stefan-Heym-Platz 1. Mit seinen 18 Geschossen ist er weithin sichtbar und markiert den Übergang von Friedrichshain nach Lichtenberg.

Das „Quartier am Rathauspark“ ist in zwei Bauvorhaben entstanden. 2015 begannen zunächst die Bauarbeiten in der Rathausstraße 11-12. Dort wurden nach Plänen des Architekturbüros Hemprich Tophof 136 Wohnungen errichtet - zwölf davon entstanden im Altbau einer ehemaligen Polizeiwache. Zum Quartier gehören zudem eine Kita mit 102 Plätzen sowie eine Tiefgarage mit 74 Auto- und 132 Fahrradstellplätzen.

Geschäfte kommen im Herbst

Der zweite Teil des Quartiers entstand ab Februar 2019 an der Möllendorfstraße 2, dem Stefan-Heym-Platz 1, der Frankfurter Allee 129-137 und der Rathausstraße 14-17. Nach Plänen des Architekturbüros Baumschlager Eberle wurden hier 251 Wohnungen errichtet, darunter 126 Sozialwohnungen. Zu dem Quartier gehören insgesamt 15.500 Quadratmeter Büro- und Gewerbeflächen, davon werden 1.850 Quadratmeter als Laden- und Gastronomieflächen genutzt. Das Gros der Flächen liegt im Hochhaus und in den Gebäuden zur Frankfurter Allee sowie zum Stefan-Heym- Platz hin. Hier sollen unter anderem ein Restaurant mit japanisch-koreanischer Küche und ein Café mit Teeladen einziehen. Ab Herbst 2021 eröffnen ein Barbier und ein Geschäft mit orientalischen Lebensmitteln. Entlang der Frankfurter Allee liegt der Schwerpunkt der Erdgeschossflächen auf medizinischen Nutzungen: Eine große Zahnarztpraxis, eine Diabetologie- sowie eine Urologiepraxis und eine Kindertagespflege sind hier zu finden.

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„Das Errichten von Wohnraum war an dieser Stelle aufgrund der hohen Lärm-Emission baurechtlich nicht realisierbar“, sagt Howoge-Geschäftsführer Thomas Felgenhauer. „Eine gewerbliche Nutzung hingegen ist möglich und bietet den Vorteil, dass der Gebäuderiegel zugleich als Schallschutz für die dahinter liegende Wohnbebauung dient.“ Die Howoge belegt einen großen Teil der neuen Büroflächen im Sockel und in den Seitenflügeln des Turms am Stefan-Heym-Platz 1: hier befindet sich ihre neue Unternehmenszentrale.

Büros sind noch zu haben

Wer jetzt noch eine Wohnung in dem neuen Quartier anmieten will, kommt jedoch zu spät. „Die Wohnungen im Quartier sind bereits vollständig vermietet“, erklärt Howoge-Sprecherin Annemarie Rosenfeld. Einige der Büroflächen im Hochhaus sind dagegen noch verfügbar. Die Mietpreise für die Büroflächen beginnen in Abhängigkeit vom Ausbaustandard bei 22 Euro pro Quadratmeter.