Der Berliner IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Eder
Der Berliner IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Eder imago/Gerhard Leber

Weniger Gas, aber mehr Irrsinn. Auf diese Formel könnte man den neuesten Beitrag von IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Eder bringen. Der Chef der Berliner Industrie- und Handelskammer (IHK) dürfte mit einem haarsträubenden Vorschlag Millionen Berliner gegen sich aufbringen.

Angesichts einer drohenden Gasknappheit muss es aus Sicht der Berliner Industrie- und Handelskammer (IHK) aktuell mehr Einsparungen geben. „Wir müssten eigentlich die Schwimmbäder schließen und den Leuten sagen: Ihr müsst jetzt in den See springen, um Gas zu sparen“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Eder am Montag im RBB-Inforadio.

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Eder, der nach Zahlen aus dem Jahr 2016 bei der IHK ein Fixgehalt von 225.000 Euro erhält – zuzüglich eines variablen Aufschlags in Höhe von bis zu 50.000 Euro (inzwischen dürfte das Gehalt gestiegen sein) –, sagte nicht, ob er die Schnapsidee ernst meinte oder ob sie als Übertreibung aufzufassen sei.

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Vom Senat forderte er jedenfalls ein Konzept, das die Industrie unterstützt. Wichtig seien „Überbrückung und Unterstützung“. Vor allem müsse die Rechtslage geändert werden, sodass eher generell mehr Energie eingespart werden könne, statt Betriebe abzuschalten. So habe jedes Unternehmen eine Chance, auf dem Markt zu bleiben.

In der Berliner Industrie sind laut IHK etwa 50.000 Arbeitsplätze – rund die Hälfte des verarbeitenden Gewerbes – von der Gasversorgung abhängig. Wenn diese schärfer vom Gasliefermangel betroffen wären, seien die Folgen immens. „Was für die Wirtschaft und aus Sicht der IHK in Berlin vermieden werden muss, sind die angekündigten Abschaltkaskaden“, sagte Eder mit Blick auf die Belieferung nach Prioritäten, wie sie das Energiesicherheitsgesetz vorsieht.

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„Was nützt es, wenn mein Badezimmer nach wie vor mollig warm ist, ich aber meinen Arbeitsplatz verloren habe“, sagte Eder. „Jeder muss einen Beitrag leisten.“

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