Die Gastronomie soll in Berlin auch innen wieder öffnen dürfen. Fotos: Imago/Christian Ohde, dpa/David Young

Wegen stark gesunkener Corona-Zahlen lockert das Land Berlin eine Reihe von Corona-Regeln früher als geplant. So dürfen Restaurants in der Hauptstadt voraussichtlich ab Freitag ihre Innenräume wieder für Gäste öffnen. Das kündigte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) am Dienstag nach einer Senatssitzung an. Dabei gelte eine Testpflicht. In der Außengastronomie und im Einzelhandel soll die Testpflicht hingegen entfallen.

Auch Veranstaltungen im Freien sind mit bis zu 500 Teilnehmern erlaubt

„Das sind große Schritte, die wir hier gehen“, sagte Pop. „Wir hoffen, dass die Vorsicht weiter bleibt.“ Der Senat beschloss zudem, Veranstaltungen im Freien mit bis zu 500 Teilnehmern wieder zuzulassen. In Innenräumen sollen es maximal 100 Menschen sein, bei technischer Belüftung der Räume auch 500. Schon von diesem Freitag an soll es mehr Präsenzveranstaltungen an den Hochschulen in Berlin geben. Touristische Übernachtungen in Hotels sind wie in Brandenburg vom 11. Juni an wieder möglich. Dabei soll es keine Belegungsgrenzen geben, Hygienekonzepte aber weiter gelten.

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Private Treffen sind künftig wieder mit mehr Menschen zugelassen als zuletzt. In geschlossenen Räumen dürfen sich dann bis zu sechs Menschen aus drei Haushalten treffen, draußen bis zu zehn Menschen aus fünf Haushalten.

Nach einer Niederlage des Landes Berlin vor dem Verwaltungsgericht kehren die Schulen ab 9. Juni zum Regelunterricht zurück. Das gilt dann für die beiden letzten Wochen des Schuljahres vor den Sommerferien. Derzeit gibt es wenige Stunden Unterricht pro Tag in kleinen Gruppen. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte, geplant sei „pandemiebedingter Regelbetrieb (...) in vollen Lerngruppenstärken“. Der Senat akzeptiere die Gerichtsentscheidungen.

Ab dem 11. Juni können die Hotels in Berlin wieder Touristen aufnehmen. Dabei soll es keine Belegungsgrenzen geben, Hygienekonzepte gelten aber weiter. Der Termin wurde mit Brandenburg abgestimmt. Die Pandemie sei noch nicht besiegt, sagte Müller. Vor dem Hintergrund der sinkenden Zahlen wolle man aber Begegnungen wieder möglich machen.