Die Feuerwehr ist mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort beim Gasleck (Symbolfoto). dpa/Ditfurth

Das können ja schöne Ostern werden: Wegen eines Gasaustritts müssen am Donnerstagmorgen in Kladow 50 Anwohner ihre vier Wände räumen. Die Feuerwehr ist vor Ort. Explosionsgefahr!

Nach der Beschädigung einer Gasleitung in Berlin-Spandau hat die Feuerwehr rund 50 Anwohner aus umliegenden Häusern in Sicherheit gebracht. Weil Gas ausströmte, räumten Einsatzkräfte am Donnerstagmorgen in einem Sperrkreis von rund 200 Metern 14 Gebäude im Ortsteil Kladow im Südwesten der Hauptstadt, wie ein Feuerwehrsprecher sagte.

Auch Teile einer Kaserne waren demnach betroffen, die rund 50 dort stationierten Menschen konnten aber auf dem Gelände bleiben. Verletzt wurde laut Angaben der Feuerwehr niemand.

Die Gasleitung war dem Bericht zufolge gegen 8.30 Uhr bei Bauarbeiten auf der Amberbaumallee beschädigt worden. Offenbar von einem Bau-Dussel, wie so oft bei solchen Gasaustritten.

Anwohner der umliegenden Einfamilienhäuser kamen nach dem Gas-Alarm in einen BVG-Bus

Der Gasaustritt wurde zunächst teilweise unter Kontrolle gebracht, das Leck an der Gasleitung sollte später ganz geschlossen werden. Die Anwohner der umliegenden Einfamilienhäuser kamen in einem Bus der Berliner Verkehrsbetriebe unter oder wurden von der Feuerwehr betreut, wie es weiter hieß.

Ob sie noch am Donnerstag in ihre Häuser zurückkönnen, muss der Tag entscheiden. Bauarbeiter und Gassachverständige versuchen, das Leck  möglichst schnell abzudichten.

Immer wieder kommt es zu Gasaustritten. Bei einem Leitungsleck im September 2020 mussten sogar am beliebten Rosenthaler Platz in Mitte etliche Häuser und Hostels evakuiert und ganze Straßen gesperrt werden. Die Reparaturarbeiten zogen sich damals die ganze Nacht hindurch, da ein Bürgersteig aufgestemmt werden musste. Dafür sperrte die Polizei die Brunnenstraße vom Rosenthaler Platz bis zur Invalidenstraße, auch der öffentliche Nahverkehr wurde eingestellt.

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Wie es in Kladow weitergeht, wollen die Sicherheitsbehörden am Donnerstag entscheiden.