An diesem Wochenende wird die marode Wuhletalbrücke in Marzahn abgerissen. Imago/Friedel

Hier hat nur noch das Chaos Vorfahrt. Seit Juni 2019 ist die Wuhletalbrücke in Marzahn voll gesperrt. Diagnose: Betonkrebs! Seitdem müssen Autofahrer, um auf der Märkischen Allee vorwärts zu kommen, erst von der Straße abfahren, eine Ampel und die Wuhletalstraße queren und dann wieder hinauf. Jetzt kommt das marode Bauwerk endlich weg. Und das heißt: Fünf Tage lang geht erst mal auf dieser wichtigen Verbindungstraße gar nichts mehr.

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Risse im Beton, tiefe Löcher im Fahrbahn-Belag: Die erst 1984 erbaute Wuhletalbrücke hat es schwer erwischt. Das 95 Meter lange Bauwerk, das die Märkische Allee über die Wuhletalstraße führt, muss für 8,4 Millionen Euro komplett neu gebaut werden. Die Berliner Verkehrsverwaltung konnte seine Standsicherheit nicht mehr garantieren.

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Die Märkische Allee ist Teil einer der am stärksten befahrenen Trassen Berlins

Was es besonders schwierig macht: Die Brücke ist Teil einer der am stärksten befahrenen Trassen Berlins. Der B158, die von der B1/B5 in Biesdorf Richtung Norden führt und erst in Angermünde endet. Eine Straße, die wie der Bezirk schreibt, „auch für den genehmigungspflichtigen Großraum- und Schwerlastverkehr genutzt wird.“

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Die Wuhletalbrücke ist schon seit 2019 voll gesperrt. Imago/Friedel

Die vorbereitenden Bauarbeiten für den eigentlichen Brückenabbruch (Baufeldeinzäunung, Baumfällungen) haben bereits begonnen. Doch für den Abbruch der beiden Überbauten der Brücke wird eine Vollsperrung der Wuhletalstraße erforderlich. Das heißt: Auch auf der Märkischen Allee geht dann nichts mehr.

Die Vollsperrung dauert von Donnerstag bis Montag

Für fünf Tage wird dieses wichtige Verkehrskreuz voll gesperrt: Während die Verkehrsverwaltung noch am Dienstag nur eine dreitägige Sperrung angekündigte, um den Berufsverkehr nicht zu beeinträchtigen, spricht die Verkehrsinformationszentrale Berlin (VIZ) von fünf Tagen. Sie schreibt: Für den Abriss der Wuhletalbrücke ist die unter der Brücke verlaufende Wuhletalstraße von Donnerstag, den 3.3.2022, ca. 14 Uhr, bis Montag, den 7.3.2022, ca. 12 Uhr, in beiden Richtungen voll gesperrt. Dazu wird nicht nur der Straßen- und Busverkehr, sondern auch der Rad- und Fußgängerverkehr umgeleitet.

Auch Fußgänger und Radfahrer müssen sich neue Routen suchen. VIZ

„Derzeit ist die Märkische Allee ab Beginn der südlichen und der nördlichen Brückenrampe gesperrt. Der Verkehr wird temporär über die Parallel- und Schleifenrampen geführt, die die Märkische Allee mit der Wuhletalstraße verbinden“,erklärte Jan Thomsen, Sprecher der Verkehrsverwaltung in der Berliner Woche. Diese Verkehrsführung bleibe bis zur Fertigstellung des Ersatzneubaus bestehen. „Die Verkehrsführung ist so geplant, dass die Verbindung im Zuge der Märkischen Allee durchgängig befahrbar bleibt – bis auf seltene Ausnahmen.“

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Damit nimmt das Chaos für die Marzahner aber noch keine Ende. Denn mit dem Ersatzbau der Brücke ist zeitgleich die komplette Erneuerung der Märkischen Allee zwischen S-Bahnhof Mehrower Allee und S-Bahnhof Ahrensfelde geplant. Und das heißt: Stau.