Die Sonne strahlt - wie hier im Harzvorland. Aber: Der Schein trügt. Es könnte im Wonnemonat trotzdem recht frisch bleiben. Foto: Imago/Die Videomanufaktur

Was ist das bloß für ein irres Wetter-Jahr? Momentan strahlt auch über Berlin die Sonne – und viele hoffen nach dem recht spannenden Winterwetter Anfang des Jahres nun auf einen umso wärmeren Sommer. Doch den sehen die Meteorologen so schnell leider nicht kommen – im Gegenteil. Der April knackte laut Auswertungen einen echten Frost-Rekord. Und auch im Mai geht es unterkühlt weiter.

Der April ist der frostigste seit dem Jahr 1929

Laut Dominik Jung, Meteorologe bei wetter.net, ist der April der frostigste seit dem Jahr 2029! „So viel Frost hat es seitdem in keinem April gegeben“, sagt der Experte in seinem aktuellen Wetterbericht. Ein echter Rekord-Monat! Aber: Wie geht es nun weiter? Wer auf warme Temperaturen hofft, wird sich noch etwas gedulden müssen. Denn: Das Thermometer soll zumindest bis Mitte Mai keine zu hohen Werte anzeigen. „Im Osten Deutschlands gibt es bis 13. Mai im Osten Deutschlands maximal 15 Grad“, sagt Jung. Das klingt viel, ist aber deutlich kühler als normalerweise im Wonnemonat.

Der Wetterbericht von Dominik Jung lässt nichts gutes erahnen.

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Schon die Monatsprognose des amerikanischen CFS-Modells besagte in den vergangenen Tagen: Es bleibt verhältnismäßig frisch. „Zum ersten Mal seit langem sehen wir blaue Farben auf der Monatsprognose, das gibt es eher selten“, sagt Jung. Und auch auf den Karten des europäischen Wettermodells sei viel blaue Farbe zu sehen. Genau über Deutschland liege Anfang Mai ein Kaltluft-Streifen, in dem es 8 bis 12 Grad zu kühl ist.

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Momentan ist Hoch Sandra weitergezogen, das Schönwetterhoch ist also weg – und das wird sich bemerkbar machen. Denn: „Tief Bert bringt stellenweise Schauer, hier und da sind auch kurze Gewitter mit dabei. Die nächsten Tage recht freundlich, aber die Wolken werden zahlreicher“, sagt Jung. „Wobei man sagen muss: Der Regen tut der Natur gut, denn der April hat sein Niederschlagssoll erst zu 50 Prozent erfüllt. Da darf also gerne noch viel runterkommen bis zum Freitag.“

KURIER hatte vor Tagen schon über die Prognosen berichtet. Denn: Experte Jung sieht einen „Grusel-Wettertrend“. „Die Wetterlage am 6. Mai am frühen Morgen schlägt dann alles. Da haben wir sogar Schneefall! Vor allem in höheren Lagen ist Schneeregen und Schneefall mit dabei“, sagte er. „Am 6. Mai will man eigentlich nicht nochmal Schnee sehen, aber der Spätwinter scheint in diesem Jahr wirklich sehr hartnäckig sein zu wollen. Der Frühling brennt auf Sparflamme.“