Zum Shoppen an den Kudamm: Die Einkaufsmeile schneidet bei einem Shopping-Vergleich am besten ab. imago/Zeitz

Wo gehen Sie in Berlin am liebsten einkaufen? Am Alexanderplatz, am Potsdamer Platz, in der Friedrichstaße oder am Kudamm? In Berlin ist diese Frage nicht einfach zu beantworten. In dieser Stadt mit mindestens zwei Zentren, auf die sogar auf Autobahnschildern hingewiesen wird. Über Berlin hinaus aber hat immer noch eine Straße die größte Anziehungskraft – der schon oft totgeschriebene Kurfürstendamm. Eine Untersuchung von 23 Einkaufsstraßen in Deutschland, Österreich und der Schweiz kürt den Kudamm jetzt zur Nr. 1 und schiebt die Münchener Maximilianstraße auf den letzten Platz ab.

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Für diese Untersuchung der Berliner Agentur Claneo und der Modemarke s.Oliver wurden die Länge der Einkaufsstraßen und Anzahl ihrer Geschäfte, aber auch Kosten für Parktickets, durchschnittliche Cappuccino-Preise und die Luftqualität miteinander verglichen. Und schaut man sich die Ergebnisse der Studie genauer an, fällt vor allem eines auf: Der Kudamm punktet vor allem mit der Länge der Einkaufsmeile (3,5 Kilometer) und der Anzahl der Geschäfte (knapp 200, davon 141 Modegeschäfte). Man muss also gut zu Fuß sein, um die Vorteile genießen zu können.

Doch am Kudamm ist die Luft schlecht und der Weg zum Hauptbahnhof weit

Bei den anderen Kriterien schneidet der Kudamm nur so lala ab. Der Weg zum Hauptbahnhof ist weit (3,25 Kilometer, letzter Platz), die Luftqualität ist schlecht (vorletzter Platz). Bei den Preisen fürs Parken (2,50 Euro pro Stunde) und den Cappuchino (2,90 Euro) liegen vor allem nur noch die Teuermeilen aus Österreich und der Schweiz dahinter.

Die Königsallee in Düsseldorf (Platz 2) ist zwar nur etwa 700 Meter lang, besticht jedoch durch ihre gute Erreichbarkeit und die verhältnismäßig besonders große Auswahl an Bekleidungsgeschäften (112). Den dritten Platz sichert sich die Mariahilfer Straße in Wien, gefolgt von der Prager Straße in Dresden und der Königsstraße in Stuttgart.

In Leipzig ist das Parken am günstigsten, in Dresden der Cappuchino

Die Maximilianstraße in München fällt in dem Vergleich unten durch und kommt nur auf den 23. und letzten Platz. Was besonders an der verhältnismäßig kleinen Auswahl an Geschäften (43 Bekleidungsgeschäfte) und überdurchschnittlich hohen Preisen für Parktickets (4 Euro pro Stunde) und einen Cappuccino (3,21 Euro) liegt. Der vorletzte Platz geht an die Bahnhofstraße in Hannover, die mit gerade einmal 250 Metern zu den kleinsten im Vergleich (vier Modegeschäfte) gehört - dafür aber nur 160 Meter vom Hauptbahnhof entfernt ist. Man ist also schnell wieder weg ...

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Wer in guter Luft und billig einkaufen möchte, kommt hier auf seine Kosten: Die sauberste Luft gibt es in der Freien Straße in Basel, das Parken ist am Brühl in Leipzig (0,80 Euro pro Stunde) am günstigsten, und der Cappuchino ist in der Prager Straße in Dresden (2,44 Euro) preiswert wie sonst nirgends.