Polizisten haben sich vor dem Club „Magdalena“ versammelt Foto: Morris Pudwell

Die Berliner Polizei hatte es am Sonnabend mit einem kuriosen Einsatz zu tun. Gegen 21.30 Uhr wählte eine besorgte Bürgerin den Notruf 110 und meldete, dass sie bei Facebook einen Livestream mit elektronischer Tanzmusik verfolgen würde und dort offenbar über 200 Personen zugegen wären.

Die Polizei zog ein Großaufgebot an Beamten aus unterschiedlichen Abschnitten zusammen. An der Einsatzstelle angekommen – am Club „Magdalena“ Friedrichshain – wummerte laute, dumpfe Bassmusik aus dem Gebäude. Die Polizisten schritten daher zur Tat und umstellten das Gebäude.

Über das Fenster versuchten die Beamten einen Blick ins Innere des Clubs zu erhaschen. Foto: Morris Pudwell

Das Klingeln der Einsatzkräfte an der Eingangstür führte zunächst nicht zu messbaren Erfolgen. Und auch ein Blick durch ein Fenster brachte die Beamten nicht weiter, denn Aktivitäten konnten nicht gesichtet werden. Endlich regte sich doch noch etwas – ein Verantwortlicher öffnete die Tür und gewährte den Beamten Zutritt zur „Party“.

Lesen Sie auch: Friedrichshain: Polizei löst Corona-Rave am Franz-Mehring-Platz auf >>

Allerdings wurden die vermuteten Gäste nicht angetroffen, denn – so stellten die Polizisten fest– bei den Feierlichkeiten handelte es sich lediglich um eine Internetveranstaltung aus dem „Magdalena“ als Livestream von 20 bis 4 Uhr.

Die „Party“ war lediglich ein DJ, der für einen Livestream auflegte. Foto: Morris Pudwell

Publikum war nur online eingeladen. Die Anruferin hat da ein wenig etwas verwechselt. Tatsächlich gab es über 200 Personen, die dabei waren – „Onlinezuschauer“ auf Facebook.

Mehr Blaulicht-News finden Sie in unserem Berlin-Polizei-Ticker >>

Die Polizei zog nach der Erfüllung ihrer Pflicht wieder ab. Wann die Anruferin und die letzten Gäste gingen, wurde nicht bekannt.