Die Friedenskundgebung für die Ukraine am Brandenburger Tor zog die Massen an. IMAGO/A. Friedrichs

Mit einer großen Solidaritätskundgebung haben Kulturschaffende am Sonntag in Berlin ihre Unterstützung für die von Russland angegriffene Ukraine demonstriert. Auf der Bühne vor dem Brandenburger Tor waren bis in den späten Abend knapp 50 Auftritte geplant.

Darunter war auch Natalia Klitschko, Frau des Bürgermeisters von Kiew und Ex-Profiboxers Vitali Klitschko. „Nur zusammen schaffen wir Frieden“, sagte sie mit Dank an die Menschen auf der Straße des 17. Juni. Anschließend kündigte Klitschko ein „neues Lied für mein Land“ an und sang den Song „Better Days“.

„Sound of Peace“: Knapp 50 Auftritte waren insgesamt geplant

Klitschko bedankte sich für die internationale Unterstützung. „Was meinem Land jetzt passiert, ist furchtbar“, sagte sie am Rande der musikalischen Friedensdemonstration. „Es ist wichtig, die Massen zu sehen, die hier zusammenkommen. Es ist wichtig zu sehen, dass die ganze Welt für die Ukraine steht“, sagte sie.

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Es gehe darum, den Krieg in ihrem Land so schnell wie möglich zu beenden. „Mit Zusammenhalt, wenn wir alle aufstehen, werden wir das erreichen.“ Die Ukraine kämpfe derzeit für alle Menschen, „für Frieden in der ganzen Welt“, sagte Klitschko.

Auch Mia trat beim Konzert vor dem Brandenburger Tor auf. imago/Photopress Müller

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Die Friedensaktion „Sound of Peace“ sollte nach Einschätzung der Veranstalter „Europas größte musikalische Kundgebung“ gegen den Krieg werden. Angemeldet waren 20.000 Teilnehmer. Zum Auftakt der musikalischen Kundgebung kamen zunächst mehrere Hundert Menschen, schnell wurden es mehr. Die Polizei, nach eigenen Angaben mit rund 900 Kräften im Einsatz, schätzte die Menge am frühen Abend auf rund 15.000 Menschen.

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Viele kamen mit Plakaten, auf denen sofortiger Frieden gefordert wurde. Häufig zu sehen waren die Farben Blau und Gelb, die Farben der Ukraine. Ziel von „Sound of Peace“ sollte es sein, viele Spenden zu sammeln, um die Opfer des Krieges in der Ukraine zu unterstützen.

The BossHoss beim Auftritt vor dem Brandenburger Tor. imago/Photopress Müller

Musikerinnen und Sänger gaben sich das Mikrofon in die Hand. Marius Müller-Westernhagen sang begleitet von Tausenden Stimmen seinen Song „Freiheit“, Peter Maffay stimmte unter Jubel „Über sieben Brücken“ an. Pascal Kravetz sang „Wozu sind Kriege da“, den Song, den er 1981 mit Udo Lindenberg gesungen hatte. Der Geiger David Garrett spielte, Clueso sang einen Song zusammen mit der ukrainischen Grundschullehrerin Katharina. Fury in the Slaughterhouse war ebenso dabei wie In Extremo, Mia., Mine, Revolverheld, Sarah Connor, Silbermond, The BossHoss oder Zoe Wees.

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Die Fernsehsender ProSieben und Sat.1 übertrugen die Friedenskundgebung vom Nachmittag an live auf beiden Programmen und wollten bis in den Abend hinein dabeibleiben. Auch andere Sender hatten Übertragungen angekündigt.