Im Holland-Park macht Testerin Ruby (7) nicht nur auf dem großen Luftkissen Jubelsprünge. Berliner KURIER/Dajana Rubert

Noch ist es ein Geheimtipp. Aber schon bald wird es hier wohl richtig Gewusel geben. Vor den Toren Berlins, direkt am Autobahndreieck Barnim, hat ein neuer Freizeitpark für Familien eröffnet. Pünktlich zu den Osterferien ist er (fast) fertig geworden – der Holland-Park. Jetzt kann hier getobt und gespielt werden, so lange die Kraft reicht. Der KURIER hat ihn getestet – Jubelsprünge inklusive.

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KURIER-Test-Kind Ruby ist sieben Jahre alt. Das perfekte Alter für den Park. Vor allem Kinder im Vor- und Grundschulalter kommen hier voll auf ihre Kosten.

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Der Holland-Park befindet sich am Autobahndreieck Barnim direkt vor den Toren Berlins. Berliner KURIER/Dajana Rubert

Die ersten Freudensprünge gibt es schon beim Anblick der großen Kletterhalle (Eintritt: 15,50 Euro) direkt neben dem Eingang und der Information. 45 Kletterwände, jede sieben Meter hoch, warten auf Groß und Klein. Bei der Sicherheitseinweisung kann Ruby kaum noch stillstehen. So groß ist die Vorfreude auf das, was da gleich kommt. Mit Bergsteiger-Geschirr gesichert geht es hoch hinaus.

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Stundenlanger Spielspaß für Kinder im Holland-Park

Manche Wände sind interaktiv. An anderen kann man Wettklettern gegen den besten Freund (oder die Eltern). „Wenn man oben ist und sich dann abseilt, ist das wirklich ein Gefühl von Freiheit“, schwärmt die Siebenjährige. Ein Kamin mit Schwarzlicht hat es ihr angetan. Aber auch die Strickleitern sind echte Highlights. Auf Pfählen in Hochhaus-Look springt sie mutig in die Höhe.

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45 Kletterwände mit jeweils einer Höhe von sieben Metern kann man im Holland-Park erklimmen. Berliner KURIER/Dajana Rubert
In der Kletterhalle im Holland-Park geht es gut gesichert hoch hinaus. Berliner KURIER/Dajana Rubert
Ruby (7) testet den Holland-Park für den KURIER auf Herz und Nieren, hat vor allem in der Kletterhalle richtig viel Spaß. Berliner KURIER/Dajana Rubert

Nach einer Stunde ist Ruby schon gut ausgepowert. Nach einer Stärkung mit Bratwurst und Pommes will sie den Rutschenturm erkunden. Die Nutzung kostet fünf Euro für den ganzen Tag (3,50 Euro in Kombination mit einer anderen Attraktion). Fünf Euro, die sich wirklich lohnen.

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Schon von Weitem sieht er gigantisch aus. 21 Meter ist er hoch, sechs Rutschen von Einsteigerniveau bis Nervenkitzel pur stehen zur Auswahl. Wer da zehn-, 20- oder 30-mal nach oben läuft, weiß anschließend auch, was er getan hat. Auf Filzteppichen stürzt man sich in die Tiefe.

Der 21 Meter hohe Rutschenturm mit sechs verschiedenen Rutschen ist eines der Highlights im Holland-Park. Berliner KURIER/Dajana Rubert

Und während Mama noch immer außer Atem ist, ist Ruby – wie fast alle Kinder im Adrenalinrausch – kaum kaputtzuspielen. Also geht es weiter in den 3600 Quadratmeter großen Indoor-Spielplatz. Es gibt Drei-Stunden-Tickets (5,50/Kleinkind; 15,50 Euro/Kind; 10,50 Euro/Erwachsener), und in den drei Stunden schafft man es kaum, jeden Winkel zu erkunden.

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Holland-Park im typischen Design

„Der hat so viele Ebenen“, ist Ruby ganz aus dem Häuschen. Und schon ist sie weg. Abgetaucht in die bunte Spielwelt aus Netzen, Tunneln, Spiegeln und allen möglichen Kletterelementen, die man sich wünschen kann. In einem großen Reifen stürzt sie sich eine der vielen Rutschen hinab – und quietscht vor Freude. Überhaupt gibt es an jeder Ecke eine Rutsche – Wellenrutsche, Tunnelrutsche, Reifenrutsche und noch so viele mehr.

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Im Indoor-Spielplatz des Holland-Parks kann man Spaß haben und Abhängen. Berliner KURIER/Dajana Rubert
Die Reifenrutsche im Indoor-Spielplatz des Holland-Parks sorgt für einen Riesengaudi. Berliner KURIER/Dajana Rubert

Auch im Indoor-Spielplatz kann man in einem Parcours mit Zeitmessanlage wettklettern – bei 43.00 Sekunden bleibt für Ruby die Uhr stehen. Das war schnell.

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Und was machen die Großen in der Zeit, in der die Kinder einfach nur Spaß haben? Im Hauptgebäude mit seiner typisch holländischen Fassade sind Gastronomie, eine Markthalle mit typisch holländischen Produkten sowie regionalen Erzeugnissen und das Gartencenter untergebracht. Hier kann man nach Herzenslust bummeln. Es gibt Tulpen – und Tulpen aus Holz. Es gibt Clogs – auf Stiften, als Spardosen oder zum Anziehen. Dazu allerlei Spezialitäten und Leckereien.

Der Holland-Park ist noch nicht ganz fertig – aber schon jetzt richtig schön

Noch ist im Holland-Park nicht alles fertig. Es soll eine Dschungelhalle entstehen, in der Erdmännchen, Loris, Schildkröten und Kois ein Zuhause finden sollen. Zusätzlich ist ein Streichelzoo mit Eseln, Schafen, Ziegen und Alpakas geplant. Letztere sind am Dienstag eingezogen und bereiten den Gästen jetzt schon große Freude, wenn sie zwischen den vielen Spielplätzen der Außenanlage (alle kostenlos) an das Gehege herantreten.

Für die Windmühle inklusive Museum, die man im noch abgesperrten Bereich schon von Weiten sehen kann, wird noch ein Müller gesucht, der Kindern perspektivisch zeigen soll, wie aus Korn Mehl entsteht. Im Winter will der Holland-Park, der ganzjährig offen sein wird, auch eine Schlittschuhbahn anbieten.

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Ja, da bleiben wirklich keine (Kinder-)Wünsche offen. Oder doch? „Ich wünsche mir, dass wir so schnell wie möglich wieder hierher kommen“, strahlt Ruby, als wir um 19 Uhr fast als Letzte das Gelände verlassen. Zum Glück ist er ja nicht weit weg – der Holland-Park. Eine halbe Stunde braucht man zum Beispiel von Köpenick aus mit dem Auto. Es wird nicht unser letzter Besuch gewesen sein.

Mehr Infos: www.hollandpark.de