In Spandau: Hundebesitzerin ließ ihr Tier einfach verhungern (Symbolfoto).
In Spandau: Hundebesitzerin ließ ihr Tier einfach verhungern (Symbolfoto). Imago/Chromorange

Wie kann man zu so etwas fähig sein? Eine Frau ließ in Spandau einfach so ihre Haustiere verhungern und verdursten, weil sie lieber Spaß mit ihrem Freund haben wollte.

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Ein Hund und zwei Kater waren sich wochenlang selbst überlassen – eingesperrt zwischen leeren Futter- und Wassernäpfen. Bis die Polizei wegen bestialischen Gestanks gerufen wurde.

Vom zweiten Kater fehlt jede Spur

Der Hund, viereinhalb Jahre, und ein Kater (18) lagen tot in der Wohnung. Der zweite Kater wurde nicht gefunden. Melanie M. (50) soll schuld sein an dem Tier-Drama in Spandau. Wegen Tierquälerei sollte sie nun vor Gericht. Doch von Frauchen Herzlos keine Spur.

Sechs Wochen soll sie die drei Tiere im Frühjahr 2022 ohne ausreichend Wasser und Futter in einer Wohnung zurückgelassen haben, so die Anklage. Nachbarn hätten schließlich die Polizei alarmiert, weil es stark nach Verwesung roch. Die Räume seien völlig vermüllt gewesen. Und Frauchen ausgeflogen – wohnte wohl bei einem Mann.

Die Tierquälerin muss 180 Tagesätze zu je 15 Euro zahlen

Das Urteil erging nun per Strafbefehl: 2700 Euro (180 Tagessätze zu je 15 Euro) wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz plus zwei Jahre Halteverbot für Tiere jeder Art. Gegen den Strafbefehl kann sie Einspruch einlegen. 

Tierquälerei kann nach § 17 des Tierschutzgesetzes mit Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren verfolgt werden, wenn Tiere mutwillig getötet oder gequält werden. Bei Fahrlässigkeit werden die Taten grundsätzlich als Ordnungswidrigkeit eingestuft. Zu einer Haftstrafe werden Tierquäler in Deutschland so gut wie nie verurteilt. Gegen Besitzer kann allerdings ein Hundehaltverbot verhängt werden.