Die Berliner SPD-Vorsitzende Franziska Giffey. Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka

Die Berliner SPD-Vorsitzende Franziska Giffey bewertet den Vorschlag von Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) zum Ausbau des Berliner U-Bahn-Netzes positiv, drückt aber aufs Tempo. „Berlin braucht ein leistungsfähiges, hochwertiges und schnelles Verkehrsnetz, damit die Berlinerinnen und Berliner rund um die Uhr zuverlässig an ihr Ziel kommen“, sagte Giffey der Deutschen Presse-Agentur. „Die Verlängerung der U7 bis zur Heerstraße in die eine und bis zum BER in die andere Richtung gehört deshalb schon lange zu unseren Forderungen.“ Ein Hauptstadtflughafen brauche auch eine Hauptstadtanbindung, so Giffey. „Wir müssen endlich anfangen.“

Vorerst zurückgestellt werden soll die Streckenerweiterung der U8 ins Märkische Viertel. Statt eines Abzweigs der U6 zur Urban Tech Republic auf dem früheren Flughafengelände in Tegel plädiert Verkehrssenatorin Regine Günther für eine Tram-Anbindung.

Jeder Ausbau des Liniennetzes in die Außenbezirke hinein sei ein wichtiger Beitrag, damit Berlin nicht nur in die Dichte und Höhe, sondern auch in die Breite wachsen kann, ergänzte die Bundesfamilienministerin und SPD-Spitzenkandidatin für die Wahl zum Abgeordnetenhaus. „Das ist entscheidend für eine gute Zukunft in der Metropolregion Berlin-Brandenburg. So kann auch die klimafreundliche Stadt gelingen.“

Der Berliner Senat befasst sich am Dienstag mit den Ergebnissen von vier sogenannten Machbarkeitsstudien zum U-Bahn-Ausbau. Am Wochenende wurde bekannt, dass Senatorin Günther nach Auswertung dieser Untersuchungen zunächst den Ausbau der U7 befürwortet.