Franziska Giffey (SPD), Regierende Bürgermeisterin von Berlin, im Impfzentrum im ICC Berlin.
Franziska Giffey (SPD), Regierende Bürgermeisterin von Berlin, im Impfzentrum im ICC Berlin. dpa/Christophe Gateau

Der Berliner Senat setzt beim Schutz der kritischen Infrastruktur in der Corona-Krise vor allem auf rasche und flächendeckende Booster-Impfungen für die dortigen Beschäftigten. „Das oberste Ziel ist jetzt, dass wir das Durchboostern der kritischen Infrastruktur erreichen“, sagte Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) am Mittwoch bei einem Besuch des Impfzentrums im ICC-Kongresszentrum. Die Krankenversorgung, Rettungsdienste oder Polizei – solche Dienste müssten unbedingt aufrechterhalten bleiben.

Giffey: Krankenstand von 30 Prozent beherrschbar

Berlin könne mit einem Krankenstand von bis zu 30 Prozent in solchen Berufen umgehen, betonte Giffey. Sollte er darüber hinausgehen, brauche es auch Überlegungen, Quarantänezeiten für Beschäftigte in der kritischen Infrastruktur entsprechend zu verkürzen. Darüber sei auch in einer Sitzung des Krisenstabs der Senatsverwaltung für Gesundheit gesprochen worden, an der sie an (diesem) Mittwoch teilgenommen habe, sagte Giffey. Das Robert-Koch-Institut müsse die Quarantäneregeln anpassen. Der Senat würde entsprechende Änderungen dann schnell übernehmen.

Berlin strebt bis Ende Januar eine Quote bei Erstimpfungen von 80 Prozent an. Derzeit liegt sie laut dem aktuellen Lagebericht des Senats bei knapp 75 Prozent.

An dem Besuch der Impfstation im ICC nahm auch die neue Berliner Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) teil. Sie verteidigte die Arbeit der Bezirke, die während der Feiertage häufig keine aktuellen Infektionszahlen an den Senat übermittelt hatten. Auch für die Zeit um den Jahreswechsel geht der Senat von einer „geringeren Test- und Meldeaktivität“ aus. Die aktuellen Fallzahlen „haben somit eine begrenzte Aussagekraft“.