Jan Redmann, CDU-Fraktionsvorsitzender im brandenburgischen Landtag, will neuer Landesvorsitzender seiner Partei werden.
Jan Redmann, CDU-Fraktionsvorsitzender im brandenburgischen Landtag, will neuer Landesvorsitzender seiner Partei werden. dpa/Soeren Stache

Die CDU Brandenburg steht vor einem Generationswechsel: Jan Redmann (42) will für die Nachfolge von Innenminister Michael Stübgen (63) für den Landesvorsitz kandidieren. Stübgen ist guter Hoffnung, dass das endlich einmal ohne innerparteiliche Zänkereien vonstatten geht, habe er doch nach seiner Wahl 2019 Ruhe in den zerstrittenen Landesverband gebracht.

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CDU-Fraktionschef vom Kreisverband OPR für den Landesvorsitz nominiert

„Der Kreisvorstand der CDU Ostprignitz-Ruppin - also meines Kreisverbandes - hat mich für die Position des Landesvorsitzenden der CDU Brandenburg nominiert“, erklärte Redmann am Sonntag.

Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) im Gespräch mit Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD, r.).
Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) im Gespräch mit Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD, r.). dpa/Soeren Stache

Er gab zugleich sein Ziel für die Landtagswahl 2024 aus: „Mein Ziel ist es, dass die CDU in Brandenburg stärkste Kraft wird. Es ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt für die CDU Brandenburg, sich mit Blick auf die 2024 anstehenden Kommunal, Landtags- und Europawahlen sowohl personell als auch inhaltlich aufzustellen.“

Bislang liegt die CDU Brandenburgs bei Umfragen hinter der SPD und der AfD.

Ein Ministeramt strebe er nicht an, erklärte Redmann. Er schätze es auch, als Fraktionsvorsitzender nicht auf ein Ressort festgelegt zu sein. Dennoch legte er jetzt den Fokus auf die Familienpolitik: In der nächsten Legislaturperiode (gewählt wird im Herbst 2024) müssten Kitas und Krippen komplett beitragsfrei werden. 

Stübgen will Innenminister in Brandenburg bleiben

Der amtierende Landeschef Stübgen, der in der rot-schwarz-grünen Landesregierung Innenminister und Vize-Ministerpräsident bleiben will, hatte am Freitag angekündigt, dass er nach über drei Jahren im Amt nicht mehr kandidieren will.

Die CDU Brandenburg will die Nachfolge erstmals in einer Mitgliederbefragung vom 31. Januar bis zum 3. März bestimmen. Bis zum 6. Januar kann man sich bewerben, sofern es die Nominierung eines Kreisverbands oder einer Landesvereinigung gibt. Am 25. März soll ein Parteitag den Vorstand dann offiziell neu wählen.