Das Regierungsterminal am Flughafen Berlin Brandenburg. 
Das Regierungsterminal am Flughafen Berlin Brandenburg.  dpa/Bernd von Jutrczenka

Es sollte ein repräsentatives Gebäude werden für die Belange der Bundesregierung. Aber die Kosten wären wohl explodiert. Und so hat man dann in der Koalition die Reißleine gezogen – das geplante neue Regierungsterminal am BER hat sich endgültig erledigt.

Die Bundesregierung „wird auf einen Neubau des Protokollgebäudes“ verzichten „und das Interim dauerhaft als Regierungsterminal“ nutzen, teilte das Finanzministerium am Freitag auf Anfrage mit. Zuvor hatte der Tagesspiegel berichtet. „Grundlage der Entscheidung ist der Kostenvergleich der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zur Frage ‚Verzicht oder Neubau Protokollgebäude‘“, teilte das Ministerium weiter mit. Demnach habe der „Verzicht auf das neue Protokollgebäude erhebliche Kostenvorteile“.

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Übergangsgebäude dient seit 2020 als Regierungsterminal

Mit Interim bezieht sich das Ministerium auf das Übergangsgebäude, das im Oktober 2020 eröffnet worden war und seither als Terminal für den Flugverkehr der Bundesregierung dient. Die Kosten für den Bau des Gebäudes lagen bei 70 Millionen Euro. Das neue Regierungsterminal hätte früheren Schätzungen zufolge ein Vielfaches dieser Summe gekostet – der Tagesspiegel berichtet von inzwischen mehr als einer halben Milliarde Euro.

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Die FDP hatte deshalb in der Vergangenheit immer wieder gefordert, auf den Bau eines neuen repräsentativen Terminals zu verzichten. Insbesondere das Auswärtige Amt hatte dennoch lange an den Plänen festgehalten.