Schnee-Pracht in Berlin Ein Schneemann im Großen Tiergarten am 30.01.2021. Berlin Berlin Deutschland *** snow splendour in Berlin a snowman in the big zoo on 30 01 2021 Berlin Berlin Germany

Gerade erst hat Sturm Klaus in Deutschland vielerorts für reichlich Wirbel gesorgt – doch auch in den kommenden Tagen soll das Land kräftig durchgepustet werden! Laut Wetter-Experten steht das nächste Unwetter bereits in den Startlöchern. Nach dem Sturm ist vor dem Sturm, sagt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net – nach Klaus kommt Luis durch Deutschland gerauscht. Erneut sollen vor allem der Norden und der Westen getroffen werden. Im Flachland werden Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h erwartet.

In den Hochlagen wird es wieder starke Orkanböen geben

Berlin ließ Sturm „Klaus“ unbeschadet davonkommen – bis auf etwas Gewitter, Regen, Hagel und das eine oder andere Wolken-Schauspiel am Himmel schrammte der Orkan an der Hauptstadt vorbei. Das wird vermutlich auch bei Sturm Luis so sein. „Es trifft besonders die Mitte und den Westen. Es sind wieder bis in Flachland Topböen um 100 km/h möglich“, teilt Dominik Jung von wetter.net mit. „In den Hochlagen wie beispielsweise auf dem Feldberg im Schwarzwald rechnen wir auch mit Böen bis 150 oder 160 km/h. Das ist volle Orkanstärke.“

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Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) kündigt an: „Luis“ bringt am Sonnabend verbreitet stürmische Böen und Sturmböen, ab Mittag auch schwere Sturmböen und auf den Bergen Orkanböen. Nur in Südostbayern und im Nordosten wird es schwächer wehen. Dazu regnet es immer wieder bei 7 bis 13 Grad, auch Gewitter sowie in höheren Lagen Schneeschauer sind möglich.

In diesem Video kündigt Meteorologe Dominik Jung den März-Winter an.

Video: Youtube

Richtig spannend wird es aber erst in der kommenden Woche: Wenn sich der Wind gelegt hat, soll es laut Meteorologen wieder klirrend kalt werden! „Nachts gibt’s es wieder häufiger Frost, in den Hochlagen fällt wieder Schneeregen oder Schnee. Die 20-Grad-Marke haben wir im März noch gar nicht erreicht und ich wage mal die Prognose, dass wir die 20-Grad-Marke in diesem März gar nicht mehr erreichen werden“, sagt Jung. Wer auf den Frühling gehofft hat, wird also bitter enttäuscht.

Kalte Luftmassen aus Russland bringen die Kälte zurück

Die bisher wärmte Frühlingswoche werde die letzte Februarwoche bleiben, da herrschten bis zu 22 Grad und reichlich Sonnenschein. „Ein Wetter, welches wir bisher im März so noch gar nicht hatten und auf absehbare Zeit auch erstmal nicht bekommen werden. Es geht in den nächsten 14 Tagen sehr wechselhaft und unterkühlt weiter“, sagt Jung: Der Grund: Zwar liege ein schönes Frühlingshoch auf dem Atlantik, es komme aber nicht bis zu uns durch. „Stattdessen ist der Weg frei für kalte Luftmassen aus Russland und Sibirien. Sie bringen nasskaltes Wetter und Schneefall mit. Die Höchstwerte erreichen dann nur noch 5 bis 10 Grad, heißt es.

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„Wir werden kein sonniges und warmes Frühlingswetter bekommen, der Spätwinter ist wieder da und er bleibt erstmal da. Besonders nachts kann es in der kommenden Woche auch mal Schneeflocken bis in tiefe Lagen geben“, sagt Jung. Er rät deshalb: „Also noch keine Zeit die Winterreifen abzumontieren. Der Frühling Ende Februar war trügerisch. Nun sind wir wieder deutlich zurückgefallen. Statt Märzfrühling kommt nun der Märzwinter.“ Bis Ende März geben die Prognosen keinerlei Aussicht auf einen warmen Frühling.